Wegen Millionen-Verlust

Swatch unterliegt mit Klage gegen UBS

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Die Swatch Group hat die Klage gegen die UBS Group auf 24,8 Millionen Schweizer Franken Schadensersatz verloren. Die Bank muss den Schweizer Konzern nicht für Verluste aus vor der Finanzkrise getätigten sogenannten Absolute-Return-Investments in Höhe von 46,9 Millionen Franken entschädigen, entschied das Schweizer Bundesgericht in einem am 18. Dezember getroffenen und am Donnerstag veröffentlichten Urteil.

Damit bestätigte das Bundesgericht eine Entscheidung des Züricher Handelsgerichtes, die Swatch eine Eigenverantwortung bei den Investments zugeschrieben hatte. Die Bank sei nur dann für eine Anlageempfehlung haftbar zu machen, wenn diese zum Zeitpunkt der Abgabe offensichtlich unvernünftig gewesen sei, so das Bundesgericht.

Ein Urteil zugunsten von Swatch hätte andere Investoren ermutigen können, Schadensersatz für Verluste bei dem auf den Zusammenbruch von Lehman Brothers Holdings im Jahr 2008 folgenden Markt-Einbruch anzustreben.

Swatch erklärte in einer Stellungnahme nach dem Urteil, man nehme die Entscheidung des Bundesgerichtes mit Bedauern zur Kenntnis. “Schade. Schade vor allem auch für die vielen privaten Kleininvestoren. Und leider schön für die Investment-Banker”, so Swatch.

Die UBS erklärte in einer Mitteilung, sie habe stets darauf hingewiesen, dass sie korrekt gehandelt habe, und dies sei nun auch rechtskräftig entschieden.

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