Republikaner oder Demokraten Welche Partei besser für die US-Wirtschaft ist

Ein weiteres Kapitel in der Geschichte: Wir entzaubern die Republikaner als die große Wirtschaftspartei, als die sich selbst immer darstellen. Sven Lehmann, Fondsmanager des Aktienfonds HQT Global Quality Dividend (ISIN: LU1499563440), betrachtet die US-Wirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg. Um den Corona-Effekt außen vor zu lassen, endet seine Analyse 2019. In den insgesamt 68 Jahren waren die Republikaner 39 Jahre an der Macht und die Demokraten 29 Jahre. Basis sind die jeweils kompletten Kalenderjahre.

Um das Ergebnis mal vorwegzunehmen – in sieben Teildisziplinen schnitten fünfmal die Demokraten besser ab als ihre Gegner. Die Republikaner punkteten lediglich beim Export von Waren beziehungsweise Dienstleistungen. Bei der Produktivität liegen beide Parteien nur gleichauf, weil die Zuwächse auf eine Nachkommastelle gerundet sind.

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Lehmanns Erkenntnisse im Überblick:

  • Beim realen Wirtschaftswachstum liegen die demokratischen Präsidenten mit einem Plus von 3,6 Prozent p.a. deutlich vor den Republikanern, die nur auf 2,6 Prozent p.a. kommen.
  • Bereinigt man dieses BIP-Wachstum allerdings um die gearbeiteten Stunden – man spricht dann von der Arbeitsproduktivität – rangieren beide Parteien gleichauf mit 2,2 Prozent p.a.
  • Interessant ist, dass die privaten Investitionen unter den Demokraten deutlich stärker zulegten – und zwar sowohl von den Amerikanern als auch Ausländern.

Allerdings räumt der Fondsmanager dabei eine wichtige Sache ein: Die Entscheidungen eines Präsidenten wirken meist nicht unmittelbar auf die Wirtschaft. Bis man die Ergebnisse in wirtschaftlichen Kennzahlen sieht, können Monate oder sogar Jahre vergehen.

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