Bereits die erste bemannte Mondlandung vor mehr als 55 Jahren setzte in vielen Bereichen völlig neue Maßstäbe. Weltweit verfolgten damals mehr als 500 Millionen Menschen live am Fernseher, wie Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat. Das Thema bestimmte nicht nur die Schlagzeilen im Jahr 1969, vielmehr interessierten sich die Menschen zunehmend für das Weltall und fremde Planeten. In der Euphorie war man sich damals sicher, dass wir heute längst andere Planeten bewohnen würden. Die letzte bemannte Mondlandung der Apollo-17-Mission im Jahr 1972 ist lange her und bis zu einer Besiedelung anderer Planeten wird es noch einige Zeit dauern.
Zunächst ist der Mond erneut in den Fokus der Raumfahrtnationen gerückt, sei es um dort zukünftig einmal Ressourcen zu fördern oder einfach nur als Test- und Zwischenstation auf dem Weg zu anderen Planeten. Dabei mischen in der Raumfahrt immer mehr private Anbieter mit, darunter auch Elon Musk, dessen Raumfahrtunternehmen Space X inzwischen sogar Missionen für die Nasa übernimmt. Regelmäßige Testflüge mit dem größten und leistungsstärksten Raketensystem der Raumfahrtgeschichte „Starship“ gelten als Grundlage für die Realisierung des großen Menschheitstraums, eines Tages mit einem bemannten Raumflug Menschen auf den Mars zu bringen.
Doch erst einmal will die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit dem „Artemis“-Programm wieder Menschen auf den Mond bringen. Aufgrund von technischen Problemen mussten die Missionen allerdings schon mehrfach verschoben werden. Im April 2026 sollen nun drei Astronauten und eine Astronautin bei der rund zehntägigen Mission „Artemis 2“ den Mond umrunden. Mitte des Jahres 2027 sollen dann – nach derzeitigem Planungsstand – bei „Artemis 3“ erstmals wieder Astronauten auf dem Mond landen.
Innovationen in der Weltraumtechnik
Der technologische Wandel und neue Innovationen in der Weltraumtechnik vereinfachen den Zugang zum Weltraum. Vor allem wiederverwendbare Raketen revolutionieren die Raumfahrtindustrie, indem sie die Kosten für den Zugang zum Weltraum und den Start von Satelliten senken. Bisher konnten Raketen oder Satellitenträger in der Regel nur einmal verwendet werden.
Doch auch die immer kleiner werdenden Satelliten gewinnen an Bedeutung. So können neue leistungsfähige Satelliten, die speziell für die niedrige Erdumlaufbahn hergestellt werden, dabei helfen, die Arbeitsprozesse auf der Erde zu vereinfachen. Die neue Satellitengeneration bietet unter anderem die dringend benötigten Datenkapazitäten für die 5G-Breitbandtechnologie und Entwicklung des Metaversums. So können sie selbst in den entlegensten Orten der Welt für eine unterbrechungsfreie Versorgung mit Internet sorgen. Auch deshalb ist die Nachfrage nach satellitengestützten Internetdaten sprunghaft angestiegen.
Darüber hinaus erfreuen sich neue Geschäftsmodelle rund um den Weltraumtourismus einer steigenden Nachfrage. Bestes Beispiel ist das private Weltraum-Unternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos, das regelmäßig bei Weltraumflügen mit prominenten Persönlichkeiten auf sich aufmerksam macht.
Auch die Risikokapitalinvestitionen in dem Segment der Raumfahrt sind in den letzten Jahren stark gestiegen und so verfügen kommerzielle Raumfahrtunternehmen inzwischen über Finanzmittel in Rekordhöhe. Noch ist die USA in der Raumfahrtindustrie weltweit führend, doch auch China hat ambitionierte Pläne zur Eroberung des Weltalls und beheimatet inzwischen mehr als 160 kommerzielle Raumfahrtunternehmen.
Dabei können die Satelliten der neusten Generation nicht nur dazu beitragen, Telekommunikationsdienste zu verbessern, sie überwachen auch Landschaften und Treibhausgase. Damit tragen sie sogar zur Überwachung des Klimawandels bei, denn sie können unter anderem auch Methan und Kohlendioxid aus Fabriken aufspüren, die Richtung von Waldbränden berechnen und Funksignale in abgelegenen Regionen aufspüren, um beispielsweise illegalen Holzeinschlag aufzudecken.
Einzigartiger ETF am Markt
Der Vaneck Space Innovators ETF (IE000YU9K6K2) ermöglicht Anlegerinnen und Anlegern eine Partizipation an innovativen Unternehmen, die Leistungen rund um die Raumfahrt entwickeln und produzieren. Der Space ETF bildet als einziger ETF am Markt den MVIS Global Space Industry ESG Index nach, der sich aus 25 Unternehmen aus aller Welt zusammensetzt, die in der Raumfahrtindustrie tätig sind und mindestens 50 Prozent ihrer Einnahmen aus Geschäftsfeldern erzielen, die Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Weltraumforschung, Raketen und Antriebssysteme, Satellitenausrüstung und Kommunikationslösungen umfassen. Der Space ETF bildet die Wertentwicklung des Index durch vollständige physische Replikation nach.
Regional dominieren nordamerikanische Unternehmen die Gewichtung mit einem Anteil von rund 72 Prozent, gefolgt von Asien mit einem Anteil von 17 Prozent und Europa mit 11 Prozent. Größter Titel im Index ist der Hersteller von Raketen und Raumfahrzeugen Rocket Lab USA mit einer Gewichtung von rund 9 Prozent. Das Unternehmen entwickelt und fertigt die Trägerraketen Electron und Neutron sowie die Satellitenplattform Photon. Es folgt die AST Space Mobile, ein börsennotierter Satellitenentwickler und -hersteller aus den USA, ebenfalls mit einer Gewichtung von rund 9 Prozent. Das Unternehmen baut die Space Mobile-Satellitenkonstellation auf, ein weltraumgestütztes zellulares Breitbandnetz, das Smartphones ermöglicht, sich ohne zusätzliche Technik in Gebieten mit Versorgungslücken mit Satelliten zu verbinden.
Die Dividendenerträge des am 24. Juni 2022 in Irland aufgelegten Space ETF werden thesauriert und die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei 0,55 Prozent pro Jahr. Das Fondsvolumen ist zuletzt sehr stark gestiegen und beträgt inzwischen gut 135 Millionen Euro.
Wertzuwachs von mehr als 109 Prozent innerhalb von drei Jahren
Mit einem Wertzuwachs von mehr als 109 Prozent innerhalb von drei Jahren macht der Vaneck Space Innovators ETF auf sich aufmerksam. Denn das Ergebnis entspricht einer jährlichen Rendite von mehr als 27 Prozent. Und auch im laufenden Jahr legte der Space-ETF kräftig zu. Mit einer Wertsteigerung um mehr als 21 Prozent wurden die Investoren in der ersten Jahreshälfte bereits belohnt.
Anleger müssen sich bei einem Engagement im Space ETF allerdings auch auf höhere Schwankungen einstellen, so betrug der Drawdown im April diesen Jahres zwischenzeitlich mehr als 25 Prozent, bevor eine starke Erholung einsetzte, die den ETF auf ein neues Allzeithoch stiegen ließ. Der Space ETF von Vaneck eignet sich daher vor allem als Beimischung in einem global ausgerichteten Portfolio.
Doch eines ist sicher, der Weltraum wird politisch und wirtschaftlich weiter an Bedeutung gewinnen, woraus sich Wachstumschancen für innovative Unternehmen bieten, die die Ausrüstung von morgen entwickeln, etablierte Betreiber verdrängen und das kommerzielle Raumfahrtzeitalter prägen. Das Motto lautet daher: „Fly me to the moon, fly me to the mars“.