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Weltwassertag Mit künstlicher Intelligenz gegen Wasserverknappung

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Mehr recyclen

Neben dem geringeren Wasserverbrauch müssen wir auch mehr recyceln.  Privatunternehmen sind sich der Herausforderung bewusst, denn der globale Markt für Abwasserrecycling wächst jährlich um 20 Prozent. Das größte technologische Problem ist hier die Entfernung von Mikroschadstoffen, die Gesundheits- und Umweltprobleme verursachen können. Wenn wir es jedoch reinigen können, wird das Abwasser zu einer großen Ressource.

Dank der Fortschritte in der analytischen Chemie können wir heute Konzentrationen bis hinunter zu Teilen pro Billion messen – das entspricht einem Tropfen Verunreinigung in 500.000 Barrel Wasser. Das gibt ein viel größeres Vertrauen in die Qualität des aufbereiteten Wassers und öffnet sogar die Tür zu recyceltem Wasser, das nicht nur für den industriellen, sondern auch für den menschlichen Gebrauch geeignet ist.

Neue Lebensfreude

Innovation ist nicht nur notwendig, um neue Systeme zu schaffen, sondern auch, um alte zu erhalten. Die Alterung der Infrastruktur ist ein großes Problem. Allein in den USA gehen jährlich 1,7 Billionen Gallonen aufbereitetes Trinkwasser durch Undichtigkeiten verloren, was 2,6 Milliarden US-Dollar kostet.  Technologie kann helfen, Fehlerquellen schneller zu lokalisieren und alten Rohren ein neues Leben einzuhauchen.

Intelligente Wasserzähler können oft die erste Anlaufstelle sein, da sie Veränderungen in der Wassernutzung aufgreifen. In Barcelona zum Beispiel werden Smart Meter-Kunden per E-Mail oder Telefon benachrichtigt, wenn ein höherer Verbrauch oder Leckagen festgestellt werden. Dies hat der Stadt geholfen, ihren Wasserverbrauch pro Kopf um ein Fünftel zu senken.

Für eine maximale Wirkung müssen die Daten von intelligenten Zählern zusammengeführt, mit Informationen anderer Sensoren kombiniert und anschließend analysiert werden, um bestehende oder zukünftige Probleme zu identifizieren. Hier kommen Unternehmen wie die in Singapur ansässige Visenti ins Spiel. Die IoT-Plattform von Visenti kann Daten über Durchflussmengen, Gesamtvolumen, Druck und Wasserqualität verwalten, Echtzeitinformationen liefern und bei Anomalien Warnmeldungen senden.

Roboter-Netzwerkinspektoren, wie sie von Pure Technologies entwickelt wurden, sind eine weitere Verteidigungslinie, insbesondere bei teuren Großrohren. Das Unternehmen Xylem hat auch den frei schwimmfähigen SmartBall entwickelt, der die akustische Aktivität messen kann, um Lecks zu erkennen.

Gemeinsam können diese etablierten Technologien – und neue, die sich derzeit in der Entwicklung befinden – dazu beitragen, dass es weltweit genügend sauberes Wasser gibt.

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Über Cédric Lecamp:

Cédric Lecamp kam 2007 zu Pictet Asset Management und ist Senior Investment Manager im Thematic Equities Team. Cédric Lecamp erwarb einen Bachelor in Rechtswissenschaften an der Universität Durham (GB) und hat einen Master in Handel und Verwaltung der Wirtschaftshochschule HEC Genf.

Über Marc-Olivier Buffle:

Marc-Olivier Buffle kam 2014 zu Pictet Asset Management. Er ist Produktspezialist im Thematic Equities Team. Bevor er zu Pictet wechselte, war er bei RobecoSAM nacheinander als Senior-Analyst, Leiter Industriewerte und Leiter SI Research tätig. Davor war er bei Danaher Corporation für die Geschäftsentwicklung verantwortlich.

Seine berufliche Laufbahn fing er bei Trojan Technologies in London, Kanada, als Teamleiter R&D mit Schwerpunkt auf Wasseraufbereitungstechnologien an. Marc-Oliver Buffle erwarb an der ETH Zürich einen MSc als Ingenieur und an der EAWAG den Doktortitel in Umweltchemie. Er ist der Verfasser von Patentschriften, wissenschaftlichen Artikeln und Veröffentlichungen zu Technik und Finanz.

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