Weltweit in der Komfortzone

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Anleger sollen sich mit ihrem Fonds wohlfühlen – so lautet der Anspruch von Carmen Daub. Der Fondsmanagerin des Gothaer Comfort Balance (WKN: DWS0RX) ist darum die Kontrolle markttypischer Risiken besonders wichtig. Ihr Mischfonds mit vermögensverwaltendem Ansatz verschafft Investoren einerseits Zugang zu nahezu allen Anlageklassen und Marktsegmenten weltweit. Andererseits werden nervenaufreibende Kursschwankungen stark begrenzt. Das Konzept geht auf: So bewertet etwa die Rating-Gesellschaft Morningstar den Gothaer Comfort Balance aktuell mit der Top-Note von fünf Sternen.

Seine Feuerprobe bestand der Fonds bereits im Jahr seiner Auflegung 2008. Während der Weltfinanzkrise gab der Fonds in der Spitze lediglich um 11 Prozent nach – denn das Portfolio wurde frühzeitig defensiv ausgerichtet.

Mehrstufiger Selektionsprozess

Chancenorientiert investieren darf der Gothaer Comfort Balance allerdings durchaus: Die Aktienquote kann zwischen 20 und 70 Prozent schwanken. Derzeit beträgt sie rund 50 Prozent.

Wo und wie Carmen Daub das Fondskapital anlegt, steuert sie schwerpunktmäßig über Zielfonds. Deren Auswahl liegt ein mehrstufiger Selektionsprozess zugrunde. Im Portfolio befinden sich neben aktiv gemanagten Zielfonds mehrere ETFs und auch währungsgesicherte Produkte. Der Grund: Da die Devisenmärkte zuletzt heftig schwankten, leistete die treffsichere Abschätzung der Wechselkurse einen wichtigen Beitrag zur Glättung von Kursschwankungen sowie zur Steigerung der Performance.



So räumt Carmen Daub gegenwärtig zum Beispiel japanischen Aktien weiterhin gute Chancen ein. Da die Regierung in Tokio jedoch gezielt den Yen schwächt, repräsentiert ein währungsgesicherter ETF den größten Teil des Japan-Engagements.

Die Rentenkomponente deckt der Gothaer Comfort Balance ebenfalls über Zielfonds, aber auch über Direktinvestments ab. Wechselkursrisiken werden hierbei im Regelfall abgesichert. Verspricht eine fremde Währung jedoch Zusatzerträge, verzichtet Carmen Daub auch einmal aufs Hedging.

Flexibel bei der Duration

Besondere Aufmerksamkeit widmet die Portfoliomanagerin derzeit den Zinsbewegungen. Einen weiteren schnellen Renditeanstieg
kann sie sich momentan zwar nicht vorstellen. Ändert sich das Umfeld jedoch, würde Daub mittels Derivaten die Duration der Depottitel weiter herunterfahren und auf diese Weise mögliche Kursrücksetzer abfedern.

Zusätzliche Möglichkeiten zur Begrenzung allgemeiner Anlagerisiken sieht Fondsmanagerin Daub beispielsweise im Erwerb von Private-Equity-Ziel fonds und Immobilien-Reits. Erstere könnten dazu beitragen, sich im Fall schwächerer Aktienmärkte defensiver aufzu stellen. Letztere eignen sich laut der Expertin insbesondere für potenzielle inflationäre Szenarien.

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