Weltweite Studie Jeder zweite Bankkunde nutzt Fintechs

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Kundenvertrauen weiter niedrig

Zwar wirken Fintech-Anbieter weiter disruptiv auf den Markt, aber Kunden setzen nur geringes Vertrauen in sie. So gaben nur 23,6 Prozent (Europa: 16,1 Prozent) aller Nutzer an, ihrem Fintech-Anbieter zu vertrauen, im Gegensatz zu 36,6 Prozent (Europa: 24,1 Prozent) bei traditionellen Unternehmen. Die Verbraucher gaben an, dass traditionelle Banken gegenüber Fintechs noch immer viele Vorzüge bei Betrugsschutz, Service-Qualität und Transparenz haben.

Quelle: Capgemini Finacial Services Analysis, Capgemini and Linkedin WFTR Voice of the Customer Survey 2016

„Technologiefortschritte, steigende Kundenerwartungen an ein personalisierteres und verbessertes Online-Erlebnis, ein besserer Zugang zu Risikokapital und geringere Eintrittshürden haben einen fruchtbaren Boden für wachsende Fintechs geschaffen“, sagt Penry Rice, Vize Präsident Marketing bei Linkedin. „Indem sie Bedürfnisse erfüllen, die etablierte Branchenführer noch nicht bedienen können, gewinnen Fintechs immer mehr an Bedeutung. Doch sind viele zu intransparent, um Kundenvertrauen zu gewinnen und so marktbedingte Chancen optimal zu nutzen.“

Was die Studienautoren traditionellen Finanzdienstleistern empfehlen, um künftiger Disruption zu begegnen, lesen Sie in Kürze im zweiten Teil.

Über die Studie:

Capgemini und LinkedIn veröffentlichen den World Fintech Report 2017 (WFTR) in Zusammenarbeit mit Efma. Er basiert auf den Erkenntnissen einer Expertenkommission, in der Vertreter der größten etablierten und jungen Unternehmen sowie Analysten der Branche sitzen. Er enthält außerdem Angaben über das Kundenerlebnis bei etablierten Unternehmen und Fintechs aus den Ergebnissen einer Umfrage mit 8.000 Konsumenten aus 15 verschiedenen Ländern.

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