Foto: Fotolia

Foto: Fotolia

Weltweiter Versicherungsmarkt: USA und UK in der Krise, Schwellenländer top

//
Vor allem die Lebensversicherungen dieser Welt mussten im vergangenen Jahr einstecken. Das Prämienvolumen sank hier um 2 Prozent auf 2.332 Milliarden Dollar, während die Beiträge im Nicht-Leben-Sektor konstant auf Vorjahresniveau bei 1.735 Milliarden Dollar blieben.

Das ergab eine Analyse des Versicherungsmarktes in 159 Ländern des Rückversicherers Swiss Re. Den Rückgang im Lebenssegment verursachten im Wesentlichen zweistellige Einbrüche auf dem amerikanischen (minus 15 Prozent), und britischen (minus 12 Prozent) Markt. Insbesondere fondsgebundene Produkte waren von der Schwäche betroffen. In welchen Ländern ging's bergauf, wo gibt's Krisen

In Deutschland, Italien und Frankreich machte eine Verbesserung im Geschäft mit Policen, die eine Garantie bieten, die Verluste weitgehend wieder wett. Diese Produkte erschienen Kunden im Vergleich zu Bankprodukten, die derzeit eher  niedrige Zinsen bieten, besonders attraktiv. Allerdings seien diese Gewinnerprodukte laut Analyse hauptsächlich solche, die es Versicherten erlauben, ihr Geld zu niedrigen oder gar keinen Kosten wieder abzuziehen. Es sei wahrscheinlich, dass die Nachfrage nach diesen Produkten wieder abnehme, wenn es mit den Zinsen wieder bergauf ginge.

In den Schwellenländern legte das Prämienvolumen der Lebensversicherung um 4,2 Prozent zu, wenn auch auf wesentlich niedrigerem Niveau (2008: plus 14 Prozent). Das Wachstum kam insbesondere aus der südostasiatischen Region, und dort vor allem aus Indien und China (plus 10 Prozent). In Lateinamerika und der Karibik lag das Plus bei 7,8 Prozent. Insgesamt zeigt sich der Lebensversicherungsmarkt mit seinem Minus von 2 Prozent stabiler als im Vorjahr, damals hatte der Rückgang noch 5,8 Prozent betragen.

Für 2010 ist der Ausblick für die Lebensversicherung vielversprechend, so die Swiss-Re-Studie. Eine weitere Erholung der Kapitalmärkte dürfte den Absatz und die Performance von fondsgebundenen Versicherungen pushen und den Versicherern erlauben, ihre Bilanzen zu verbessern. Langfristig sehen die Analysten, dass die Lebensversicherung vom Älterwerden der Menschen profitiert. Der Verkauf von Renten-, Pflege und Dread-Disease-Versicherungen werde dadurch anziehen.

Mehr zum Thema
Die transparentesten Versicherungen Österreichs kommen meist aus DeutschlandEuropäische Finanzaufsicht: Versicherungsbranche freut sich über EU-Beschluss