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Wenn es etwas mehr sein darf Zusatzversicherungen für den Krankheitsfall – was sie bieten

Graffiti auf einem Garagentor
Graffiti auf einem Garagentor: Krankenzusatzversicherungen versprechen gesetzlich Versicherten mehr oder bessere Leistungen. | Foto: imago images/Fotoarena

91.817 MENSCHEN starben seit Ausbruch der Pandemie Anfang 2020 an oder mit dem Corona-Virus in Deutschland (Stand: 11. August 2021). Das ist, als wären fast die kompletten Städte Ludwigsburg in Baden-Württemberg, Gera in Thüringen oder Düren in Nordrhein-Westfallen ausgelöscht worden. Insgesamt steckten sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 3.799.425 Menschen mit dem Sars-Cov2- Virus an – mehr als ganz Berlin.

Indem die Pandemie fortschritt, rückten auch das deutsche Gesundheitssystem, seine Belastbarkeit und Überlastung in den Mittelpunkt der Berichterstattung. Eine Folge davon: Die Menschen beschäftigen sich stärker mit Krankheiten und Krankenversorgung als zuvor. So gaben laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Simon-Kucher & Partners 39 Prozent der mehr als 1.000 befragten Bundesbürger an, sich seit dem Corona-Ausbruch mehr oder deutlich mehr mit solchen Themen auseinandergesetzt zu haben.

Damit gewinnen auch Krankenzusatzversicherungen deutlich an Aufmerksamkeit: Mit Blick auf Krankenhaus-, private Pflegezusatz-, Zahnzusatz- und Auslandskrankenzusatzversicherungen bewerten laut Studie fast zwei Drittel der Befragten (61 Prozent) ihre aktuelle Versicherungssituation als teilweise lückenhaft oder sogar als schlecht.

Mit dieser Erkenntnis steigt auch der Wunsch, eine entsprechende Police abzuschließen. So zeigt die Verbrauchs- und Medienanalyse (Vuma), dass die Zahl der Personen in Deutschland, die eine private Krankenzusatzversicherung abschließen oder aufstocken wollen, in den vier Jahren zwischen 2017 und 2020 von 560.000 auf 940.000 gestiegen ist (siehe Grafik ).

Private Krankenzusatzversicherungen bieten gesetzlich Versicherten die Möglichkeit, sich im Krankheitsfall besser versorgen zu lassen beziehungsweise so wenig wie möglich selbst zahlen zu müssen. „Auch privat Krankenvollversicherte können ihren Versicherungsschutz mit Zusatztarifen ergänzen, dies ist aber nur in wenigen Ausnahmen sinnvoll“, erklärt Morgen & Morgen. Das Analysehaus hat mehr als 670 Angebote der privaten Zusatzversicherer in den Bereichen Zahnzusatz-, stationäre Krankenhaus- sowie Tagegeldversicherung untersucht.

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