Börsenbulle in New York Foto: imago images / Xinhua

Robert Halver über den Zins-Anstieg

Werden Zinsen wieder zum natürlichen Feind der Aktien?

In Amerika sind die Anleiherenditen bereits wieder so hoch wie vor der Corona-Krise. Droht Aktien also die große Zinswende?

Historisch niedrige Anleiherenditen haben die absolut hohe Aktienbewertung relativ geheilt. Staatspapiere sind immer noch teurer als z.B. US-Industrieaktien.

Sind die Zutaten für eine große Zinswende wirklich gegeben?

Tatsächlich steht die US-Wirtschaft vor einer deutlichen Erholung. Die Stimmung in Industrie und Dienstleistungssektor hat sich massiv erholt.  

Außerdem wird Präsident Biden, der demnächst mit demokratischen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat durchregieren kann, den Konjunkturoptimismus mit noch mehr Schulden noch mehr verstärken. Er weiß, dass er das Land nach Donalds Spaltung wieder zusammenkleben muss. Und mit nichts versöhnt man mehr als mit einer wirtschaftlichen Perspektive. 

Vor diesem Hintergrund erwartet die Fed vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 ein starkes Wachstum. Bei ihr kursiert bereits das böse T-Wort: Tapering, also die Reduzierung der Netto-Anleihekäufe.  

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