Wetten auf den Euro-Ausstieg

Das Vereinigte Königreich ist für seine ausufernde Wettindustrie bekannt. So kann man auf der Insel nicht nur auf Pferderennen, Fußballspiele und den Ausgang von Reality-TV-Shows wie Big Brother wetten. Auch die Farbe des Hutes der Queen bei der Hochzeit ihres Enkels William, eine mögliche neue Berufswahl von Paris Hilton als Hirn-Chirurgin oder gar Ex-US-Präsident George Bush als Friedensnobelpreis-Träger waren bereits Gegenstand von Wetten.

Neuester Clou: Wer an das baldige Ende des Euro glaubt, kann bei expekt.com auf das Land setzen, das als erstes die Eurozone verlässt. Im Segment Spezialwetten finden sich bei dem britischen Buchmacher dafür sechs Wettvorschläge – darunter auch Deutschland.

Am wahrscheinlichsten und damit mit der niedrigsten Quote schätzen die Buchmacher wenig überraschend Griechenland mit einer Quote von 1 zu 1,65 ein. Das heißt, wer 100 Euro darauf setzt, dass die Hellenen als erstes den Euro aufgeben, erhält 165 Euro zurück, falls tatsächlich die Drachme wieder eingeführt wird.

Das Prinzip: Die Gewinnquote ist umso höher, je unwahrscheinlicher die Buchmacher die Wiedereinführung der alten Währung eines Landes halten. Im Wett-Ranking der möglichen Euro-Ausscheider folgen Italien (5,50), Irland (6) und Portugal (7) vor Spanien (13). Während man weder auf Frankreich, noch auf die Niederlande, Finnland oder Österreich setzen kann, steht indes Deutschland auf der Liste.

Hier ist die höchste Quote zu erzielen: Wer 100 Euro auf den reichlich unwahrscheinlichen Fall setzt, dass Deutschland als erstes die Eurozone verlässt und die D-Mark wieder einführt, erhält bei Eintreffen der Prognose 1.700 Euro.

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