WGF-Anleihen: Bafin prüft Verdacht auf Marktmanipulation

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Nach Ansicht der WGF AG lassen sich die jüngsten erheblichen Kursverluste der WGF-Anleihen weder mit Fundamentaldaten noch mit der Liquiditätssituation des Unternehmens erklären. WGF-Vorstandschef Pino Sergio Pino sieht Spekulanten auf dem Plan, die die Verunsicherung der Anleger ausnutzen.

Abgelaufene Produktratings
Als Auslöser für die hohe Volatilität gelten Presseberichte, die über das Auslaufen von Ratings dreier Hypothekenanleihen der WGF berichtet haben. Bereits seit Mitte Juni 2011 ist das ein Jahr gültige Rating nicht mehr aktuell. Wie Michael Munsch, Direktor der Creditreform Rating AG auf Finanzen.net erklärte, hat WGF für drei betroffenen Hypothekenanleihen jedoch Folgeratings beantragt, die noch in Bearbeitung seien.

Der laufende Ratingprozess sei wegen seitens der WGF AG noch unbeantworteter Fragen noch nicht abgeschlossen. Weitere Auskünfte zum Ratingprozess der WGF-Anleihen machte das Ratingunternehmen nicht.

WGF-Vorstand Sergio zeigt sich indes überzeugt, dass die Anleihen mit den WKNs A0LDUL, WGFH04 und WGFH05 schon bald neue Ratings erhalten werden. „Wer jetzt Anleihen verkauft, verliert bares Geld", warnt Sergio.

Bafin prüft Spekulationsverdacht

Laut WGF hat die Bafin die Aufnahme der Prüfung auf Marktmanipulationen bestätigt. Wie der Emittent der Hypothekenanleihen weiter betont, habe man die bislang aus Anleihen anfallenden Zins- und Tilgungspflichten „vollumfänglich und pünktlich“ geleistet. Es habe keine Leistungsstörungen gegeben. Die Solidität der WGF AG sei von Wirtschaftsprüfern bestätigt worden.

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