Liebe Whisky-Freunde,
die wahrscheinlich schönste Jahreszeit für einen guten Dram hat begonnen. Wenn draußen die Kälte in die Finger kriecht und drinnen die Kerzen flackern, schmeckt kaum etwas so stimmig wie ein Glas Whisky. Ich genieße im Winter nicht ausschließlich Sherry- und/oder Torf-Bomben, um einen Abend ausklingen zu lassen, sondern auch sehr gerne einen feinen, im Bourbonfass gereiften Speysider. Manchmal auch schon als Apéro vor dem Essen.
Und weil wir ab und zu gefragt werden: Falls Sie zum Fest jemandem mit einem Whisky beschenken möchten – etwa den Chef, einen guten Freund oder den Geschäftspartner – habe ich hier ein paar Tipps mit besonderen Geschmacksprofilen und ausgezeichnetem Preis-Genuss-Verhältnis zusammengestellt.
Michel Couvreur Overaged Malt Whisky
à son degré naturel Cask Strength (52 %) – etwa 90 Euro
Für Liebhaber alter Schule. Gereift in klassischen Sherryfässern, mit Noten von Kaffee, Leder und feinem Rauch im Abgang. So schmeckte Whisky, bevor er modern wurde. Unserer Meinung nach einer der allerbesten Whiskys zwischen 0 und 200 Euro.
Deanston 18 Jahre
1st Fill Bourbon Casks (46,3 %) – etwa 149 Euro
Hellfruchtig, süß, einfach besonders gut. Auch dieser Whisky ist eine Reminiszenz an die großen Abfüllungen vergangener Zeiten. Für mich einer der besten 18-Jährigen am Markt.
Port Charlotte Islay Barley 2014
(50 %) – etwa 70 Euro
Ein kräftiger Whisky, torfig und salzig, aber nie laut. Rauch trifft auf Süße und einen Hauch Meerluft – wie ein Lagerfeuer an der Küste. Für alle, die es markant, aber nicht brachial mögen.
GlenAllachie 15 Jahre
(46 %) – etwa 79 Euro
Sieben Jahre im Bourbon-, acht Jahre im Sherryfass: rund, würzig, ein großartiger Allrounder.
Natürlich gibt es im Fachhandel noch viele weitere Entdeckungen. Wer den Geschmack des Beschenkten kennt, hilft dem Whiskyhändler seines Vertrauens enorm: Er ist dann gut gebrieft, kann besonders spannende Empfehlungen aussprechen und macht das Geschenk umso persönlicher.
In diesem Sinne: Frohes Fest und Slàinte!
