Whistleblower Lutz Otte hat die Namen von Steuerbetrügern, die vom Schweizer Bankgeheimnis gedeckt wurden, an deutsche Behörden weitergeleitet.

Whistleblower Lutz Otte hat die Namen von Steuerbetrügern, die vom Schweizer Bankgeheimnis gedeckt wurden, an deutsche Behörden weitergeleitet.

Whistleblower Lutz Otte im Video

Der Datendieb von Julius Bär packt aus

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Lutz Otte hat jahrelang als IT-Techniker bei Schweizer Banken gearbeitet. Zuletzt bei der Privatbank Julius Bär. Dort waren ihm Datensätze von deutschen Steuerbetrügern zugänglich, die Lutz Otte hinter dem Rücken seines Arbeitgebers an die Oberfinanzdirektion Münster weiterleitete. Damit ist Otte ein Whistleblower – jemand, der einen Verrat zum Wohle der Allgemeinheit begeht.

Otte hat mit seinem Handeln auch das Schweizer Bankgeheimnis in Misskredit gebracht. Dass das Geld, das hier auf geheimen Konten  geparkt wurde, oft aus zweifelhaften Quellen stammt, war in der Bankenwelt der Schweiz ein offenes Geheimnis, das toleriert wurde.

Lutz Otte hat mit seinem Schritt in ein Wespennest gestochen. Er musste für seine Tat eineinhalb Jahre ins Gefängnis und hat über seine Erlebnisse einen autobiographischen Roman geschrieben.

Jetzt hat die ARD eine Dokumentation über den Whistleblower ausgestrahlt. Ein Ausschnitt aus dem Interview mit Lutz Otte:




Der Film ist auf der Seite der ARD bis auf Weiteres verfügbar.

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