White Label will erste deutsche Master-KVG gründen

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Der Finanzdienstleister White Label plant eine Master-KVG für Initiatoren geschlossener Fonds zu gründen. Ein entsprechender Antrag soll der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zugehen. Die geplante KVG soll besonders für kleine und mittlere Emissionshäuser interessant sein und als Beteiligungsplattform für fünf bis zehn Initiatoren geschlossener Fonds fungieren.

„Die bevorstehende Umsetzung der neuen Richtlinie für Initiatoren geschlossener Fonds erschwere den Marktzugang für kleinere Emissionshäuser erheblich“, erklärt Thomas Pohle, Geschäftsführer bei White Label.

Grund dafür: Das neue Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) verlangt eine KVG-Zulassung für Manager alternativer Investmentsfonds (AIFs), bevor diese neue Produkte auflegen dürfen. Vom Antrag bis zur Zulassung sind besonders innerhalb der ersten Monate nach der Reform sehr lange Bearbeitungszeiten zu erwarten.

Als Alternative könnte man unter Inkaufnahme erheblicher Einschränkungen im Portfoliomanagement eine Service-KVG beauftragen. André Barthels, ebenfalls Geschäftsführer bei White Label, ist überzeugt, dass die Master-KVG hier sowohl Flexibilität, als auch annehmbare  Kosten vereinen wird.

Pohle gründete White Label Ende letzten Jahres. Sobald die Suche nach Gesellschaftern abgeschlossen ist, will das Unternehmen die Zulassung der KVG beantragen. Mit Beginn des Zulassungsprozesses kann die Master-KVG dann ihre Funktion wahrnehmen.

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