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Hoffentlich gut gewickelt: Die Aktie des Pampers-Produzenten Procter & Gamble läuft derzeit hervorragend.

Wickeln, putzen, Schoki essen Das sind Aktie, Markt und Fonds des Monats September 2019

Aktie des Monats: Procter & Gamble

Heute schon rasiert, den Sprössling gewickelt und die Zähne geputzt? Dann hatten Sie vielleicht schon dreimal Kontakt mit Procter & Gamble (P&G), dem die Marken Gillette, Pampers und Oral-B gehören. Und Ariel, Lenor, Meister Proper, Head & Shoulders und, und, und. Eine gute Portion jedes Drogerie-Inventars kommt aus dem Konzern mit Sitz in Cincinnati, USA.

Die Aktie legt seit knapp anderthalb Jahren einen Aufwärtstrend hin, der sich gewaschen hat und hängt damit den globalen Aktienmarkt deutlich ab (siehe Chart). Ein Grund dafür ist der Umstand, dass sich Aktionäre spätestens seit Dezember 2018, als die US-Zinskurve kurzzeitig verdrehte, mit dem Thema Rezession befassen. Unternehmen, die Dinge des täglichen Bedarfs herstellen, gelten generell als probater Schutz vor dem Abschwung. Nach dem Motto: Geduscht und gewickelt wird immer. Und der jüngste Trend zum Bart hatte nur bedingt mit der Konjunktur zu tun.

Ein zweiter Grund sind die Ende Juli gemeldeten Geschäftszahlen. Die waren nicht nur sauber, sondern rein. Zwar meldete P&G einen Quartalsverlust von 5,24 Milliarden US-Dollar. Darin war aber eine einmalige Abschreibung von 8,3 Milliarden Dollar enthalten, interessanterweise ausgerechnet im Gillette-Rasiergeschäft. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4 Prozent auf 17,09 Milliarden Dollar.

Fürs gesamte Fiskaljahr 2019, das mit dem Juni endete, lag der Nettogewinn trotz der Riesenabschreibung bei 3,97 Milliarden Dollar. Und das alles wiederum lag über dem, was die Analysten erwartet hatten. Zudem rechnet das Unternehmen fürs neue Jahr mit einem Umsatzplus von 3 bis 4 Prozent und einem Gewinnplus von 222 bis 240 Prozent. Klar, die Gillette-Kosten sind dann ja durch. Auch dieser Ausblick lag über den Prognosen der Analysten.

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