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in Verantwortung für die ZukunftLesedauer: 4 Minuten
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Asset-Allokation Wie Candriam sich jetzt an den Märkten positioniert

Bei der Spargelernte rechnen Landwirte mit steigenden Preisen
Bei der Spargelernte rechnen Landwirte mit steigenden Preisen: Die in der Pandemie angesparten finanziellen Mittel könnten die Erosion der Kaufkraft abfedern – wodurch die konjunkturelle Entwicklung der Volkswirtschaften weniger gefährdet erscheint. | Foto: Imago Images / Jörg Halisch

Auf Anleger kommen einige neue Unsicherheiten zu: Der Kampf des französischen Präsidenten Emmanuel Macron um eine zweite Amtszeit wird durch die Popularität von Marine Le Pen in der siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt in Frage gestellt. Wie in den Umfragen vorhergesagt, hat sie die erste Wahlrunde überstanden. Am Donnerstag, 14. April hat die Europäische Zentralbank ihren neuen Zinsentscheid bekanntgegeben. Die Bank hat bereits die Tür zur geldpolitischen Normalisierung geöffnet. Eine Neujustierung ihres Ankaufsprogramms dürfte diesen Prozess einleiten. Zugleich werden in den USA die VPI- und PPI-Daten für März erwartet; die letzten Daten vor der Fed-Sitzung und der Bekanntgabe des US-Zinsentscheids am Donnerstag, 14. April. Wie die Zinsentscheide von EZB und Fed ausfallen, bleibt spannend, denn zuletzt zeigten sich die Daten zur Wirtschaftstätigkeit schwächer und die Inflation ist nur moderat weiter gestiegen. Anleger werden darüber hinaus den Start der Berichtssaison der Unternehmen für das erste Quartal 2022 genau in den Blick nehmen.

Unsere Anlageüberzeugungen im Kernszenario

Die von den Regierungen ergriffenen Maßnahmen und die während der Pandemie angehäuften Ersparnisse vieler Verbraucher könnten dazu beitragen, die Erosion der Kaufkraft der privaten Haushalte abzufedern und ein BIP-Wachstum von 2,9 Prozent im Jahr 2022 in der Eurozone zu ermöglichen. Eine Kürzung der Erdgaslieferungen aus Russland würde jedoch ein großes Abwärtsrisiko für das Wachstum darstellen.

Die Fed hat im März einen neuen Zinserhöhungszyklus eingeleitet und plant, die Straffung in diesem Jahr zu beschleunigen und 2023 fortzusetzen. In unserem Basisszenario gelingt der Fed eine weiche Landung der Wirtschaft. Wir gehen davon aus, dass der Anstieg der zehnjährigen US-Zinsen in Zukunft nachlassen wird.

In Europa schießt die Inflation in die Höhe und trifft Unternehmen, Verbraucher und EZB-Politiker gleichermaßen. Die EZB beendete ihr pandemisches Notkaufprogramm und kündigte an, die Anleihekäufe im Sommer einzustellen. Dies ebnet den Weg für eine Anhebung der Zinssätze.

Risiken für die konjunkturelle Entwicklung

Der Russland-Ukraine-Krieg drückt auf die Rohstoffpreise im Allgemeinen und die Öl- und Gaspreise im Besonderen und trägt weiterhin zur Marktunsicherheit bei.

Covid-19 und die Varianten, wie sie derzeit in China zu beobachten sind, bergen das Risiko neuer wirtschaftlicher Einschränkungen.

Der Angebotsschock aufgrund geopolitischer Spannungen könnte die Wirtschaftstätigkeit und das Wachstum der Unternehmensgewinne beeinträchtigen.

Ebenso könnte eine scharfe, schneller als erwartete Straffung der Zinssätze – sofern der Inflationsdruck weiter zunimmt oder auf dem derzeitigen Niveau verharrt – die Erholung gefährden.

Unsere jüngsten Maßnahmen in der Vermögensallokations-Strategie

Das Ende der Pandemie, der Beginn des Ukraine-Krieges mit den stark steigenden Preisen für Energierohstoffe und die weltweite Straffung der Geldpolitik wirken wie ein gewaltiger Konjunkturbeschleuniger. Das Konzept einer vorübergehenden Inflation mit einem Inflationshöhepunkt in greifbarer Nähe musste einer anderen Einschätzung des Marktes weichen: Allerdings sind die Inflationsschocks nicht überall auf der Welt gleich stark ausgefallen. Europa jedenfalls scheint am anfälligsten zu sein.

Aktien: Rohstoff- und Schwellenländer-Exposure erhöht

Unsere Multi-Asset-Strategie wurde angepasst. Wir haben damit begonnen, die Duration von festverzinslichen Wertpapieren zu erhöhen, nachdem wir Anfang Februar unser Aktienengagement in Richtung eines weitgehend ausgewogenen Ansatzes reduziert hatten. Bei Rohstoffen, einschließlich Gold, haben wir das Aktienengagement hingegen leicht erhöht.

US-Aktien haben wir untergewichtet, da wir die Bewertungen von Wachstumsaktien vor dem Hintergrund steigender Inflation und Zinsen als gefährdet ansehen.

Schwellenländer hingegen, insbesondere China (Erholung der Kreditimpulse) und Lateinamerika (Unterstützung durch steigende Rohstoffpreise) haben wir übergewichtet.

Anleihen: Duration erhöht

Vor dem Hintergrund eines nachlassenden Wachstums, hoher Inflationserwartungen und der Bereitschaft der Zentralbanken, die Zinsen zu straffen, erscheint eine längere Duration bei festverzinslichen Wertpapieren zunehmend attraktiv. Wir haben daher die Duration um ein halbes Jahr erhöht.

Außerdem diversifizieren wir weiterhin in inflationsgebundene Anleihen und beziehen den Carry über Schwellenländeranleihen.

Langfristige Themen- und Trendallokation

Die russische Invasion in der Ukraine hat zu einer Verschiebung der Ausgabenprioritäten der Regierungen in Bezug auf Energieunabhängigkeit und Verteidigung geführt. Daher rangiert – unter Beibehaltung eines breiten Spektrums langfristiger Überzeugungen – der Klimaschutz (in Verbindung mit der Energiewende) ganz oben auf der Agenda. Darüber hinaus behalten wir unsere Positionierung in den Bereichen Gesundheitswesen, Innovation, demografische Entwicklung und Konsum bei.

Währungen

In unserer Währungsstrategie sind wir positiv gegenüber Rohstoffwährungen eingestellt: Bei der Norwegischen Krone haben wir Gewinne mitgenommen und den Kanadischen Dollar gekauft.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.