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Expertin der Dr. Peters Group Wie Corona den Immobilienmarkt verändert

Lobby eines Hotels
Lobby eines Hotels: Sinkende Übernachtungszahlen sorgen in der Corona-Pandemie für Umsatzeinbrüche. | Foto: Imago Images / Imagebroker

Die Pandemie hat zu vielen Veränderungen geführt, nicht nur im täglichen Leben und der Arbeitswelt, sondern auch im Bereich der Geldanlage. Viele Anlegerinnen und Anleger sind verunsichert und wissen nicht, wo sie jetzt investieren sollen. Dabei gibt es eine Konstante, auf die sie setzen können.
Sachwert-Investments gelten seit je her als attraktive Beimischung und Stabilitätsanker für jedes gut diversifizierte Anlageportfolio. Vor allem Immobilien sind als Investitionsobjekt sehr beliebt. Entsprechend stabil zeigen sich die hiesigen Immobilienmärkte – allerdings in unterschiedlicher Ausprägung.

Hotels spielen weiterhin eine wichtige Rolle

Während es vor Corona eine große Nachfrage nach Büro- und Hotel-Investments gab, hat sich dieser Trend durch die Pandemie gewandelt. Durch rückläufige Übernachtungszahlen in der Hotelbranche sowie der zunehmenden Verschiebung hin zum Homeoffice sind andere Immobilienformen in den Fokus gerückt. Mittelfristig spricht jedoch einiges dafür, dass beispielsweise der Hotelmarkt über die aktuelle Situation hinaus attraktive Renditechancen bietet.

Zwar herrscht angesichts wieder gestiegener Infektionszahlen eine große Unsicherheit, jedoch war bereits im zweiten und dritten Quartal dieses Jahres eine deutliche Erholung im Hotelgewerbe zu erkennen. Die meisten Experten gehen davon aus, dass sich diese Erholung in den kommenden ein zwei Jahren verstetigen wird – mit steigenden Übernachtungszahlen, sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich. Aufgrund der aktuellen Unsicherheit von zukünftigen Investments in den Bereich Hotellerie abzusehen, wäre also zu kurzfristig gedacht.

Zu den eindeutigen Gewinnern der Pandemie zählen Nahversorger wie der stationäre Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte, also der sogenannte systemrelevante Einzelhandel, welcher in den Lockdowns nicht von Schließungen betroffen war. Das wirkte sich positiv auf den Umsatz der Branche aus. Das Statistische Bundesamt beziffert den Mehrumsatz in den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte allein für das Jahr 2020 auf 20 Milliarden Euro.

Wachstumsstark zeigte sich der stationäre Lebensmitteleinzelhandel jedoch bereits vor der Pandemie. So wuchs dessen Umsatz laut der Rating-Agentur Scope im Zeitraum 2009 bis 2020 um rund 61 Milliarden Euro und lag damit in etwa gleichauf mit der Entwicklung des ebenfalls sehr stark wachsenden Online-Handels. Nicht zuletzt deshalb verfügen die meisten Nahversorgungsunternehmen über eine sehr gute Bonität. 

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