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Aus Tradition die Zukunft im Blick

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Rechenzentrum in China Foto: imago images / Xinhua
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Megatrend für das Portfolio

Wie Datenströme die Rendite fließen lassen

David Older, Carmignac

Weltweit nimmt die Datenflut immer weiter zu. 90 Prozent des gesamten weltweiten Datenvolumens entstanden erst in den vergangenen zwei Jahren. Die unzähligen Bits und Bytes zu speichern, zu sichern und systematisch aufzubereiten, bietet immenses Potenzial – ist aber auch eine große Herausforderung. Um das gewaltige Informationsaufkommen zu bewältigen, sind Unternehmen verstärkt auf innovative Big-Data-Anwendungen angewiesen. Aus dem Geschäft mit den Daten hat sich ein Milliardenmarkt entwickelt, der immer weiter wächst.

Mit Hilfe von Cloud Computing, maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz (KI) lassen sich aus den Daten Erkenntnisse ziehen, die unter anderem Rückschlüsse auf das Kundenverhalten ermöglichen. Unternehmen können die Daten dann nutzen, um ihr Geschäft zu optimieren und die Kundenzufriedenheit zu verbessern.

Unternehmen können auf verschiedene Art und Weise von der neuen Technologie profitieren:

Speicherung: Neben moderner und hoch funktioneller Software spielt auch Hardware – explizit die Speichertechnologie – bei Big Data eine entscheidende Rolle. Wurden die Daten früher noch umständlich lokal abgelegt, werden sie heute in Rechenzentren und in der Cloud gespeichert.

Optimierung: Kundenzufriedenheit, Preisgestaltung und Risikomanagement können durch Daten verbessert werden. Ein Beispiel: Banken überprüfen mittels Software in Echtzeit große Mengen von Kreditkartentransaktionen ihrer Kunden auf mögliche Betrugsfälle.

Erhöhung der KI-Qualität: Der wachsende Datenstrom verschafft KI-basierten Unternehmen, etwa Bezahldienstleistern, immer mehr Vorteile.

Regulierung und Datenschutz

Die Nutzung der gesammelten Daten wirft allerdings datenschutzrechtliche Fragen auf, insbesondere was den Verkauf von personenbezogenen Informationen für gezielte Werbung angeht. So betreiben Facebook und Google ein immenses Werbegeschäft, das zunehmend in den Blick der Regulierer gerät.

Das Ergebnis dürfte eine strengere Regulierung sein. Die betreffenden Unternehmen werden zweifellos robustere Systeme einrichten müssen, um die Datenschutzprobleme besser in den Griff zu bekommen.

Diese Unternehmen profitieren vom Datenstrom

Cloud-Anbieter gehören zu den wachstumsstärksten Branchen im Technologiesektor. Nach jüngsten Zahlen fließen jährlich Gesamtinvestitionen von 233 Milliarden US-Dollar in die Branche. Mit dem technischen Fortschritt dürfte sich das Volumen der Zuflüsse in den kommenden Jahren beträchtlich erhöhen. Derzeit sind Amazon und Microsoft führend im Bereich Cloud-Infrastruktur. Doch auch der chinesische Markt für Rechenzentren wächst rasant. Wir bei Carmignac setzen daher auf die größten Profiteure dieser Entwicklung: Die Datencenter-Betreiber GDS und Chindata.

In den Bereichen cloudbasierter Vertrieb und Kundenservice ist Salesforce den Konkurrenten enteilt und mittlerweile fünfmal größer als der nächste Mitbewerber. Aufgrund der immensen Cloud-Ressourcen könnte das Unternehmen mit Sitz in San Francisco in den kommenden Jahren weitere Marktanteile hinzugewinnen. Interessant sind auch Software-as-a-Service (SaaS)-Unternehmen wie Elastic, das sich auf Lösungen für Enterprise Search, Observability und Security auf dem Markt etabliert hat. Die Technologie kommt beispielsweise bei Dating-Portalen zum Einsatz.

Mit Hilfe von Daten die Kunden besser kennenlernen

Sicher gespeicherte und analysierte Daten können Unternehmen nutzen, um ihre Geschäftsabläufe zu optimieren. So beruht etwa der Erfolg der Streaming-Plattform Netflix auf den Daten, die sie von ihren mehr als 200 Millionen Abonnenten bei deren Nutzung des Angebots weltweit erhebt und analysiert.

Die E-Commerce-Anbieter Amazon und Mercado Libre versuchen, das gesamte Einkaufserlebnis auf ihren Plattformen anhand früherer Käufe und Browserverläufe zu personalisieren. Hilfe bei der zielgerichteten Vermarktung von Produkten und der Überwachung des jeweiligen Markenimage bieten Facebook und Instagram, die Unternehmen zu diesem Zweck Milliarden an Nutzerdaten zur Verfügung stellen können.

Von der wachsenden Datenflut können also sowohl Unternehmen profitieren, die konsequent Daten auswerten, als auch solche, die dafür die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stellen.

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