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Ausblick von Global X Wie die Infrastruktur klimagerecht ausgebaut werden kann

Zerstörte Gleise der Ahrtalbahn in Altenahr bei Bonn
Zerstörte Gleise der Ahrtalbahn in Altenahr bei Bonn: Die Flutkatastrophe vom Juli 2021 hat die Infrastruktur schwer geschädigt. | Foto: Imago Images / Rainer Unkel

Heutzutage ergeben sich für den Bereich der Infrastruktur zwei grundlegende Merkmale. Erstens weisen Infrastrukturprojekte eine höhere Flexibilität im Ausbau auf, um sich zum einem den Anforderungen einer immer weiterwachsenden Weltbevölkerung sowie zum anderen sich der globalen Wirtschaft, die durch mehr Daten und eine größere und schnellere Konnektivität angetrieben wird, anzupassen. Zweitens wird die gesamte Infrastruktur, wie Straßen und Gebäude, widerstandsfähiger gegen unvorhergesehene Klimaereignisse aufgerüstet und neu gebaut.

Global X - Morgane Delledonne

Auch die Politik unterstützt den Ausbau neuer Infrastruktur. Ein Beispiel ist der kürzlich verabschiedete Infrastructure Investment and Jobs Act (IIJA) in den Vereinigten Staaten, der eine generationenübergreifende Chance zur Erneuerung und Verbesserung der Verkehrs-, Energie- und digitalen Infrastruktur in den USA bietet.

Demografie und Klimawandel wirken ein auf die Infrastruktur

Die Weltbevölkerung ist seit 1960 um das 2,6-fache gewachsen und könnte bis 2050 um weitere 25 Prozent zunehmen. Allein bis 2050 könnten fast 70 Prozent der Bevölkerung in Städten leben.1,2     

Infrastrukturanlagen auf der ganzen Welt sind nach jahrzehntelanger Nutzung erschöpft. Der Klimawandel beschleunigt diesen Trend. Bis 2050 könnten die Kosten für die Anpassung der Infrastruktur an das Klima 150 bis 450 Milliarden Dollar pro Jahr betragen.

Die Überalterung der Infrastruktur wird erkennbar. Ein Beispiel ist Italien: Hier sind bereits 300 Brücken des Landes vom Einsturz bedroht. Oder auch Großbritannien: Die Wasserleitungen des Landes sind im Durchschnitt 70 Jahre alt, wovon maßgeblich die Gesundheit der Bevölkerung abhängig ist.3,4,5   

Ein Blick auf die Technologie verrät: Neue Technologien und ihre Bedeutung für Mobilität, Handel und unser Leben verändert sich grundlegend. Die Zahl der mit dem Internet verbundenen Geräte könnte bis 2026 weltweit 26,4 Milliarden erreichen. Dies ist mehr als das Doppelte der Zahl der Anschlüsse im Jahr 2020.Des Weiteren gehen wir davon aus, dass bis 2030 ganze 81 Prozent der Weltbevölkerung das Internet nutzen werden, gegenüber 55 Prozent im Jahr 2020 und 29 Prozent im Jahr 2010.7     

Worldometer, 2021

United Nations Department of Economic and Social Affairs, 2018

American Society of Civil Engineers, 2020

Willsher, et al., 2018

Woetzel, et al., 2020

Jonsson, et al., 20201

The World Bank, 2021

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