7 Vermögensverwalter raten Wie sich das Thema Geldanlage schmackhaft machen lässt
Stephan Albrech, Albrech & Cie.:
„In Deutschland wird der Handel mit Wertpapieren oft auf eine Stufe mit Glücksspiel gestellt, viele Verbraucher bevorzugen Tagesgeld oder das viel zitierte Geld unter der Matratze. Streng genommen herrscht eine Informationsasymmetrie. Viele Verbraucher wissen nicht, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen. Sie kennen die Chancen und Risiken von Wertpapieren und wertpapierbasierten Vorsorgemodellen genauso wenig wie das Chance-Risiko-Profil von Bar- oder Tagesgeld. Andererseits gibt es den gängigen Wunsch, im Alter von den Ersparnissen und Anlagen unter einem ähnlichen Lebensstandard weiterleben zu können – und die eigenen Nachkommen abgesichert zu wissen.
Die einfachste Option ist, das Geld in die Hände Dritter zu legen, sich zum Beispiel einen professionellen Vermögensverwalter zu suchen. Der Anleger verliert damit nicht die absolute Kontrolle über sein Geld. Vielmehr hat er einen Partner an seiner Seite, der einen anderen Blickwinkel hat und mit seiner Erfahrung und Expertise einen passenden Weg aufzeigen kann.
Zunächst sollte sich jeder seines eigenen Risiko-Profils bewusst werden: Wie viele Schwankungen kann ich in schlechten Marktphasen aushalten, ohne die Fassung zu verlieren und panisch alles zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt zu verkaufen. Anleger sollten außerdem nicht jedem Trend blind folgen und dann alles auf eine Karte setzen. Wer im Sommer 2015 sein komplettes Vermögen in deutsche Automobilwerte investiert hat, dürfte keine guten Erfahrungen mit dieser Strategie gemacht haben. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Diversifikation. Die Kür liegt letztlich darin, aus einem nach Anlageklassen, Branchen und Regionen diversifizierten Pool genau die Werte und Marken auszuwählen, die innerhalb ihrer Vergleichsgruppe die beste Perspektive aufweisen.“
