Suche

Themen-Experte
Megatrends

ANZEIGE

Themen-Experte
Megatrends

ANZEIGE
Lesedauer: 5 Minuten
ANZEIGE

„Healthy Cities“ Wie Teladoc, CleverGuard und iSens zu größerer Unabhängigkeit verhelfen

Telemedizin
Telemedizin: Mittels moderner Kommunikationsmittel lassen sich Diagnosen stellen, Behandlungen empfehlen und Medikamente verschreiben. | Foto: Imago Images / Westend61

Bei Smart Cities geht es nicht nur um Robotik und futuristisches Design. Um wirklich smart zu sein, müssen sie auch die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger schützen und fördern – eine Aufgabe, die infolge der Covid-19-Pandemie umso relevanter ist, da es in den geschäftigen, überfüllten Metropolen mit die höchsten Infektionsraten gab.

Insgesamt kann eine Smart City die Krankheitslast um bis zu 15 Prozent und die Treibhausgasemissionen um rund 10 Prozent senken, wie Untersuchungen der Wirtschaftsberatung McKinsey zeigen.

Dem Pictet-Smart City Advisory Board zufolge, dessen Mitglieder rund um die Welt beheimatet sind, geht es nicht nur um die Gesundheitsversorgung, sondern auch darum, sich um die Gesundheit der Bevölkerung zu kümmern, noch bevor es zu einem Krankheitsausbruch kommt. Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen, die ein gesundes Leben fördert. Für Planer und Regulierer habe dies Priorität und sei eine Chance für Unternehmen sowie Investorinnen und Investoren.

Umweltverschmutzung ist eine große Herausforderung. Mehr als 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in den Städten müssen mit einer Luftqualität leben, die die Grenzwerte der WHO überschreitet, wobei das Problem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen besonders akut ist, wie die Weltgesundheitsorganisation unterstreicht. Die Luftverschmutzung ist eine der Hauptursachen für Erkrankungen und Krankheiten. Jedes Jahr gehen rund 4,2 Millionen Todesfälle auf ihr Konto.

Problem der Umweltverschmutzung:

Um Abhilfe zu schaffen, ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich. Dazu gehören mehr Parks und umweltfreundlichere Gebäude – in Bezug auf reduzierte Emissionen und verbesserte Effizienz, aber auch durch die Einbeziehung von Pflanzen bei Bauprojekten.

Unternehmen stellen sich zunehmend der Innovationsherausforderung. Der 51-stöckige Jian Mu Tower im chinesischen Shenzhen zum Beispiel wird 10.000 Quadratmeter Platz für den aeroponischen Pflanzenanbau bieten, von Salat bis Obst. Auf diese Weise sollen rund 40.000 Menschen mit nachhaltig produzierten Nahrungsmitteln versorgt werden. Diese Pflanzen werden 200.000 Kilogramm CO2 pro Jahr absorbieren und helfen, das Gebäude zu beschatten, wodurch dessen Energieeffizienz verbessert und der Klimatisierungsbedarf reduziert wird.

Eine weitere Möglichkeit, die Umweltverschmutzung zu reduzieren, besteht darin, die Menschen zum Umstieg auf Alternativen zu Autos mit Verbrennungsmotor zu ermutigen. Die öffentliche Verkehrsinfrastruktur müsste dann besser genutzt werden können. Hier kommen zum Beispiel Sensoren und Apps ins Spiel, mit denen die Menschen ermutigt werden, die Verkehrsmittel zu ruhigeren Zeiten zu nutzen – was dank flexiblen Arbeitsformen mittlerweile möglich ist. Zum Vergleich: Die Kapazitätsauslastung normaler Züge in Europa liegt laut Europäischer Umweltagentur beispielsweise bei durchschnittlich 35 Prozent.  Während der Stoßzeiten sind sie zwar voll, aber zu anderen Zeiten ist jede Menge Platz. 

Mikromobilität, ob Fahrrad oder Scooter, reduziert nicht nur den Bedarf an Autos, sondern kann auch gesundheitliche Vorteile für die Nutzer haben. Bis 2030 könnte der Mikromobilitätsmarkt laut McKinsey einen Wert von bis zu 500 Milliarden US-Dollar erreichen. Mit mehr Infrastruktur, wie sicheren Park- und Ladestationen, sowie einer besseren Stadtgestaltung lässt sich der Trend weiter beschleunigen.

Auch die Abfallwirtschaft, sauberes Wasser und sanitäre Anlagen sind von entscheidender Bedeutung. Als Insel mit begrenzten Süßwasserressourcen und wenig Landflächen gehört Singapur zu den Vorreitern in Sachen Innovation, mit Initiativen wie dem Bau eines Tunnels für das Abwassersystem und der Wasseraufbereitung in höchster Qualität. NEWater, so der Name, den die Wasserwerke des Landes ihrem aufbereiteten Wasser gegeben haben, wird in einem mehrstufigen Prozess mit Mikrofiltration, Umkehrosmose und Ultraviolettdesinfektion geklärt und in der Industrie und für die Klimatisierung verwendet. In Trockenperioden wird es auch in Reservoirs gespeichert, wo es mit Rohwasser vermischt, erneut aufbereitet und für die privaten Haushalte bereitgestellt wird.

Altersgerechte Gestaltung

Covid-19 hat deutlich gemacht, wie wichtig die Gesundheitsinfrastruktur ist. Das ist ein wachsender Bereich der Wirtschaft – Singapur etwa hat seine Gesundheitsausgaben in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.

Städte müssen einfachen Zugang zu allem bieten, von Erstdiagnosezentren und einer frühzeitigen ambulanten Behandlung bis hin zu Akutkrankenhäusern und betreutem Wohnen. Technologie kann helfen, indem sie Diagnosen über Apps ermöglicht, Ärzten die Möglichkeit gibt, sich mit anderen Kollegen per Fernzuschaltung zu beraten oder Diagnosen und die Medikamentenforschung mithilfe von maschinellem Lernen zu beschleunigen. Zu dem wachsenden Universum der Telemedizin gehören Unternehmen wie Teladoc Health Inc., die per Telefon und Video Diagnosen stellen, Behandlungen empfehlen und Medikamente verschreiben.

Die Pflege älterer Menschen wird mit zunehmender Alterung der Bevölkerung immer wichtiger. Von den 238 Millionen Menschen im Alter von 65 Jahren und darüber in den OECD-Ländern leben rund 43 Prozent in Städten, kalkuliert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ein Hauptaugenmerk liegt darauf, die Menschen dabei zu unterstützen, in ihrem Zuhause zu bleiben, auch wenn sie nicht mehr komplett unabhängig sein können. So bietet die Schweizer Non-Profit-Organisation Spitex jedes Jahr Millionen von Stunden häuslicher Pflege und Betreuung an, die von Verbandwechsel über Medikamentenverabreichung bis hin zur Essensausgabe und Rollstuhlvermietung reichen.

Technologie hilft älteren Menschen auch, länger gesund und unabhängig zu bleiben – darauf hat sich das Luzerner iHomeLab spezialisiert. Sein CleverGuard beispielsweise nutzt die NIALM-Technologie für die Stromverbrauchsmessung. Das Tool erkennt ungewöhnliche Muster bei der Verwendung elektrischer Geräte, darunter unerwartete Inaktivität, die ein Anzeichen dafür sein könnte, dass Hilfe benötigt wird. Der iSens-Lichtsensor wiederum kann neben dem Bett installiert werden und dient dazu, Pflegekräfte zu alarmieren, wenn sich die Bewegungsmuster stark verändern.

Nicht zuletzt muss die städtische Infrastruktur in der Lage sein, mit der nächsten Pandemie fertig zu werden. Das erfordert Pläne und Einrichtungen für Quarantäneunterbringung, für die Isolation von Patienten mit mildem Krankheitsverlauf (um den Druck auf die Krankenhausbetten zu verringern), für die schnelle Umwandlung von Krankenhausbetten in Intensivbetten und für Zentren zur Verteilung von Masken und Impfstoffen.

Nachhaltige Städte sind eines der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung, und Gesundheit ist ein wichtiger Teil – von der Verringerung der negativen Umweltauswirkungen von Städten bis hin zum Zugang zu Grünflächen und nachhaltigen Verkehrssystemen. Die Covid-19-Pandemie hat diese Ziele umso dringlicher gemacht. Investorinnen und Investoren können dazu beitragen, den Wandel voranzutreiben, indem sie die wachsende Zahl von Chancen und Innovationen nutzen.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.
Mehr zum Thema