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Volker Wohlfarth im Gespräch Wie Zinsbaustein die Geldanlage in Immobilien vereinfachen soll

Volker Wohlfarth
Volker Wohlfarth: „Zinsbaustein versucht, hohe Transparenz bei den Chancen und Risiken zu schaffen, sodass die Anleger informierte Entscheidungen treffen können.“ | Foto: Zinsbaustein

Das Investment: Herr Wohlfarth, welche Formen der Geldanlage bietet die Plattform Zinsbaustein an?

Volker Wohlfarth: Wir bieten Investments in Immobilienfinanzierungen – primär im Neubaubereich –, Investments in Finanzierungen von renommierten Immobilienunternehmen und Geldanlagen in Beteiligungen an geschlossenen Alternativen Investmentfonds (AIFs) an. Unsere Anleger legen ihr Kapital dabei selbständig und komplett digital an.

Sie investieren bei ersterem in die Finanzierung einzelner Immobilienprojekte, die wir als Vermittler in Form von qualifizierten Nachrangdarlehen oder Teilkreditforderungen anbieten. Die Spannweite sowie die Art der Investition ist dabei unterschiedlich: Vermögende Anleger können ab 50.000 Euro in Club Deals investieren, Crowd-Investments starten bei 500 Euro. Im Club Deal Bereich lag das größte Einzelinvestment eines Anlegers bei 2 Millionen Euro.

Welche Rendite haben Sie sich zum Ziel gesetzt?

Wohlfarth: In der Crowd erhalten die Anleger bei erfolgreichem Projektverlauf 5,25 Prozent Zinsen pro Jahr endfällig, bei Club Deals liegt die Rendite bei 6 bis 8 Prozent pro Jahr.

Die Möglichkeiten der digitalen Geldanlage sind heutzutage mannigfaltig. Warum sollten Privatanleger ihr Geld gerade über Zinsbaustein anlegen?

Wohlfarth: Anleger erhalten via Zinsbaustein den Zugang zu einer Geldanlage, die bisher vor allem institutionellen Investoren vorbehalten waren. Das jeweilige Projekt ist unmittelbar erfahrbar und persönliche Einschätzungen der Anleger können in ihre Anlageentscheidung einfließen. Es handelt sich dabei also nicht um Blind-Pools. Dazu kommt, dass wir nur mit erfahrenen Projektentwicklern zusammen arbeiten. Unsere Abteilung für Immobilien-Analyse prüft dabei jedes Projekt intensiv.

Auf welche Risiko-Faktoren schauen ihre Analysten ganz besonders?

Wohlfarth: 5 Punkte spielen dabei eine besondere Rolle:

  1. Das zeitliche Risiko: Die Baugenehmigung sollte idealerweise schon vorhanden sein. Wir fügen meist sechs Monate Laufzeit hinzu, sodass bei etwaigen Verzögerungen genügend Zeitpuffer vorhanden ist. Der Projektentwickler kann bei Bedarf früher zurückführen.
  2. Das Kostenrisiko: Gewerke sollten einen hohen Vergabestand bei Einzelvergabe haben oder es sollte ein Generalunternehmer-Vertrag vorliegen.
  3. Das Verkaufsrisiko: Bei Einzelvertrieb fordern wir einen bestimmten Vorvertriebsstand oder einen Vorvertrag für den Globalverkauf.
  4. Eine auskömmliche Gewinnmarge des Projektentwicklers: Die avisierte Marge beträgt idealerweise 10 Prozent, sodass bei Kostensteigerung oder geringeren Verkaufspreisen noch Puffer vorhanden ist.
  5. Sicherheiten: Idealerweise verbleiben 5 Prozent Eigenmittel, bei Teilkreditforderungen werden teilweise projektabhängig zusätzliche Sicherheiten vereinbart.
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