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Willis Towers Watson-Studie Versicherungen: „Vertrieb ist der zentrale Punkt bei der Digitalisierung“

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Vertrieb als zentraler Punkt

Das größte Potenzial für digitale Technologien sehen 94 Prozent der Studienteilnehmer für die nächsten fünf Jahre im Vertrieb. Die Schadensabwicklung und -regulierung sowie das Kundenmanagement haben ebenfalls hohe strategische Priorität in der Digitalisierung.

Die Versicherer wägen Möglichkeiten und Risiken der Digitalisierung genau ab, um Betriebsabläufe effizienter zu gestalten, nicht nur hinsichtlich der Kosten, sondern auch um das Kundenerlebnis zu stärken.

Hoffmann ergänzt: „Die derzeit neu entstehenden Tools und Technologien sind häufig Neuland für die Versicherer. Der Zukauf von technologischem Know-how ist in vielen Fällen die einzige Möglichkeit, nicht den Anschluss zu verlieren und diese Technologien auch im eigenen Unternehmen zu integrieren. Man kann davon ausgehen, dass dies in den kommenden Jahren eine Welle von M&A-Aktivitäten auslösen wird.“

Big Data auf dem Vormarsch

Die Entwicklung von Daten- und Analysetools wird von den Studienteilnehmern ebenfalls im Zusammenhang mit digitalen Innovationen betont. Neun von zehn der Befragten geben an, zu untersuchen, wie sie mehr Informationen direkt von ihren bestehenden Kunden sammeln könnten. 79 Prozent recherchieren demnach Daten aus sozialen Netzwerken, 53 Prozent suchen nach neuen Wegen, um an öffentlich zugängliche Daten zu gelangen.

Wer gewinnt das Rennen?

Als „digital disruptiv“ in den kommenden Jahren schätzen 45 Prozent der Studienteilnehmer die Versicherungsunternehmen selber ein, ebenfalls 45 Prozent sehen die Start-up-Firmen aus der Versicherungsszene als Treiber für starke Veränderungen.

Lediglich 8 Prozent geben an, dass neue Marktteilnehmer den Markt durchbrechen werden. Die Gefahr, dass die Branche von großen Playern wie Google und Facebook aufgerüttelt wird, wird als weniger kritisch angesehen.

Klüttgens kommentiert: „In der derzeitigen Niedrigzinsphase müssen Versicherer Nischen finden, in denen sie ihre Geschäftstätigkeiten ausführen und ihren Kundenstamm ausbauen – und das mit Hilfe von digitalen Technologien. ,Disruption‘ ist – genauso wie die Interaktion mit den zukünftigen Kundengenerationen – die Voraussetzung für Produktinnovation. Nur so können Customer Lifetime Value (Kundenwert) und Gewinnspanne für die Unternehmen optimiert werden.“

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