„Wir versuchen, hinten keinen reinzubekommen“

Iven Kurz, Metzler

Iven Kurz, Metzler

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DAS INVESTMENT.com: Ihr Favorit seit frühen Jugendtagen, der FC Energie Cottbus, ist jetzt doch noch aus der 1. Bundesliga abgestiegen. Sind Sie sehr enttäuscht? Iven Kurz: Ein wenig traurig bin ich schon. Vielleicht ist es aber auch gar nicht so schlecht, künftig in der 2. Liga zu spielen und dort mal wieder häufiger ein Spiel zu gewinnen. Die Mannschaft hat ja in der vergangenen Saison gezeigt, dass phasenweise durchaus etwas geht, etwa mit dem Sieg gegen Wolfsburg. Und wer weiß, wenn sie von Anfang an einen Lauf bekommt, klappt es möglicherweise sogar mit dem sofortigen Wiederaufstieg. DAS INVESTMENT.com: In der Bundesliga waren die Cottbusser nicht unbedingt für ihr schönes Spiel bekannt, sondern eher für den Dreiklang „kratzen, beißen, kämpfen“. Ringen Sie bei Ihrem Fonds, der einem Wertsicherungsansatz folgt, ähnlich verbissen um jeden noch so kleinen Vorteil? Kurz: Richtig ist, dass unser Fokus auf der Abwehr liegt. Wir versuchen, hinten keinen reinzubekommen, damit die zu Jahresbeginn definierte Wertuntergrenze von 94 Prozent des Portfoliowertes hält. Offensiv werden wir nur, wenn sich nach vorne wirklich eine gute Chance bietet. DAS INVESTMENT.com: War diese Chance Anfang März nicht da – so tief, wie Stimmung und Kurse damals am Boden lagen? Kurz: Im Prinzip schon, obwohl die Aktienmärkte aufs Jahr gerechnet bisher kaum etwas gewonnen haben. So gesehen ist der Wertzuwachs von 0,2 Prozent, den der Metzler Torero Multi Asset seit Anfang Januar erzielt hat, ein gutes Ergebnis. So manch anderes, auf den Wechsel von Anlageklassen basierendes Sicherungskonzept wurde in der Vergangenheit in vergleichbaren Marktphasen ausgestoppt und muss sich nun mühsam mit einer mageren Geldmarktverzinsung an der Wertuntergrenze entlang hangeln. Wir dagegen können, wenn es an den europäischen Börsen weiter nach oben geht, den Aktienanteil noch einmal deutlich ausweiten.