Wölbern Invest, Phoenix und Co. Die größten Anlageskandale in Deutschland

Göttinger Gruppe

Göttinger Gruppe | © Helloquence/Unsplash

Zu Vertragsunterschriften beim Produkt Securente kam es häufig. Besonders in den 90er-Jahren erreichte die Göttinger Gruppe mit ihrem „Steuersparmodell für den kleinen Mann” viele Anleger, die etwas für ihre Altersvorsorge weglegen wollten. © Helloquence/Unsplash

Insolvenzantrag: Juni 2007
Gründung: 25. Juli 1986
Auflösung: 20. Juni 2007

Anlage: Stille Beteiligungen/Unternehmenseinlagen, Beteiligungsverträge für Altersvorsorge

Protagonisten: Erwin Zacharias (Mitgründer), Jürgen Rinnewitz und Marina Götz (Vorstandsmitglieder)

Art des Anlagebetrugs/Betrugssystem: keins, die Vorwürfe Kapitalanlagebetrug und Schneeballsystem wurden gar widerlegt. Es habe sich um ein „schneeballähnliches System“ gehandelt mit „viel Grauzone”.

Zahl der Gläubiger/geschädigten Anleger: mehr als 250.000 Anleger

Schaden/Verbindlichkeiten: mehr als eine Milliarde Euro

Ermittlungen: Insolvenzverschleppung und Untreue

Urteile/Haftstrafen:

  • Rinnewitz und Götz wurden vom Vorwurf des Kapitalanlagebetrugs und der Untreue freigesprochen, jeweils im Zusammenhang mit der MSF Master Star Fund Deutsche Vermögensfonds Beteiligungstreuhand (September 2013). Allerdings Verurteilung wegen der falschen Angabe, ein Exklusivvertrieb vertreibe den Fonds, zu je 4.500 Euro wegen Kapitelanlagebetrug.
  • Zacharias wurde zu 16 Monaten Bewährungsstrafe und einer Bewährungsauflage von 400.000 Euro verurteilt (Januar 2006) wegen Steuerhinterziehung von 1991 bis 1996. Im Zusammenhang mit dem Totalverlust der Göttinger Gruppe wurden die Ermittlungen gegen ihn eingestellt, da er schon 2001 aus der Göttinger Gruppe ausgeschieden war.

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