Wölbern Invest will Immobilienfonds auflösen

Das Hamburger Emissionshaus Wölbern Invest will den Anleger seiner geschlossenen Immobilienfonds vorschlagen, die Objekte zu verkaufen und die Fondsgesellschaften anschließend aufzulösen. Das aktuelle Immobilienportfolio besteht aus 37 Objekten. Der Verkauf soll 1,4 Milliarden Euro bringen.

„Wir diskutieren derzeit noch die grundlegend veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa und die der Finanzierungsinstitute mit unseren Partnern“, sagt der Generalbevollmächtigte von Wölbern Invest, Thomas Kühl. „Es zeichnet sich in all diesen Gesprächen ab, dass unsere Gesellschafter, die bislang keine Verluste oder Nachschüsse kennen, mit einem Paketverkauf der Immobilien zum richtigen Zeitpunkt einen wirtschaftlich vernünftigen Exit realisieren können.“

Den Schritt begründet das Hamburger Emissionshaus mit den regulatorischen Neuerungen und veränderten Markt- und Finanzierungsbedingungen in Europa. Die Preise und Mieten an den Kernmärkten Europas sind überdurchschnittlich stark gefallen, so dass Unternehmen zum Teil Kreditauflagen nicht einhalten können und Neufinanzierungen schwieriger zu erhalten sind.  Vor allem der niederländische Büroimmobilienmarkt habe seine Hochphase durchschritten. So würden bereits 14,6 Prozent der Bürogebäude leer stehen. Zu einer Kernkompetenz von Wölbern Invest hatten die Hollandfonds gehört.

„Das Risiko eines fortschreitenden und anhaltenden Verzehrs des investierten Kapitals der Anleger, im Falle der Fortführung der Fondsgesellschaft, würde sich aufgrund der marktbedingten Veränderungen zukünftig nicht mehr ausschließen lassen“, so Kühl. Deswegen wolle man den Anlegern die Verkaufsstrategie unterbreiten.

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