"Die Banken reduzieren momentan ihre Filialen, dadurch sind sie bald so gut wie weg vom Beratungsmarkt. Die Versicherungsvertreter werden jedes Jahr um einige Tausend weniger. Online-Vermittler werden zwar Zuwächse haben, aber nicht so stark wie die menschlichen Makler. Wenn es 100 Vergleichsportale statt 10 gibt, wird sich der Umsatz im Internet nicht vermehren, sondern nur anders verteilen. Grundsätzlich denken wir, dass der Maklerbereich der gewinnende Sektor sein wird. Gerade bei Lebensversicherungen und Krankenvollversicherungen sehen wir wirklich gar keinen Trend, dass Kunden Policen rein online abschließen möchten. Bei komplexen Themen möchten sie beraten werden. Gerade die Angehörigen der sogenannten Generation Y wollen sich am liebsten um nichts kümmern. Sie wollen auch nicht selbst vergleichen und etwas eigenständig abschließen, um dann ohne Ansprechpartner dazustehen.

Vergleichsportale im Internet tun allerdings eines: Sie befeuern das Bewusstsein der Menschen, dass es viele unterschiedliche Versicherungen gibt und die Beitragsunterschiede enorm sind. Für eine Baufinanzierung kann man nicht nur zur Hausbank gehen, und für eine Versicherungspolice muss man sich nicht an den nächstgelegenen Ausschließlichkeitsvertreter wenden."