Neben der Kfz-Versicherung stand in den vergangenen Jahren vor allem in der Sparte Sach- und Unfallversicherung die Wohngebäudeversicherung im Fokus. Sie hat sich in den vergangenen Jahren stark verteuert, hauptsächlich wegen höherer Baukosten, Inflationsdruck und deutlich gestiegener Schadenskosten durch den Klimawandel. Diese Entwicklung führte zu erheblichen Beitragssteigerungen. Viele Anbieter haben sich in der Folge von Beständen getrennt.

Mit dem „Branchenmonitor 2025“ des Dienstleistungs- und Beratungsunternehmens Vers Leipzig liegen jetzt erstmals zahlreiche Kennzahlen der 50 größten Marktteilnehmer mit rund 95 Prozent Marktanteil aus dem vergangenen Jahr vor. In der Studie wird der Zeitraum von 2019 bis 2024 untersucht. 

Verbesserte Zahlen, aber wohl noch keine Trendwende 

Im Ergebnis zeigt sich trotz verbesserter Zahlen eine weiterhin angespannte Situation. Die Autoren rechnen damit, dass sich sowohl die Frequenz als auch die Intensität der Naturschadenereignisse weiter erhöhen wird. Konkret betrug die Schadenbelastung 2024 9,45 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 9,4 Prozent. Besonders hoch ist die Belastung durch Leitungswasserschäden. Allein diese beliefen sich auf 4,91 Milliarden Euro. Demgegenüber stiegen auch die Prämien um 11,9 Prozent auf 13,25 Milliarden Euro.

Die Combined Ratio, also die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 103,3 Prozent auf 99,6 Prozent und unterschritt damit wieder die kritische 100-Prozent-Grenze. Der Wert gibt das Verhältnis der Versicherungsleistungen und Betriebskosten zu den eingenommenen Prämien an.

DAS INVESTMENT zeigt die zehn Anbieter mit der höchsten, also schlechtesten Schaden-Kosten-Quote 2024, in der verbundenen Wohngebäudeversicherung in einer Bilderstrecke: 

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Zentrale der R+V in Wiesbaden | © R+V
Zentrale der R+V in Wiesbaden. Bildquelle: R+V
Platz 10: R+V

Combined Ratio 2024: 105,80

Combined Ratio 2023: 102,58

W&W-Campus in Kornwestheim. Bildquelle: Wüstenrot & Württembergische AG
Platz 9: Württembergische

Combined Ratio 2024: 108,55

Combined Ratio 2023: 100,38

Baloise-Standort in Bad Homburg. Bildquelle: Baloise
Platz 8: Baloise

Combined Ratio 2024: 108,83

Combined Ratio 2023: 108,04

Gothaer-Zentrale in Köln. Bildquelle: Gothaer
Platz 7: Gothaer

Combined Ratio 2024: 109,47

Combined Ratio 2023: 112,07

Barmenia-Hauptverwaltung in Wuppertal. Bildquelle: Barmenia
Platz 6: Barmenia

Combined Ratio 2024: 113,25

Combined Ratio 2023: 98,29

Gebäude der Versicherungskammer Bayern in München. Bildquelle: Versicherungskammer Bayern
Platz 5: Versicherungskammer Bayern

Combined Ratio 2024: 114,18

Combined Ratio 2023: 110,82

Zentrale der Mannheimer Versicherung. Bildquelle: Mannheimer Versicherung
Platz 4: Mannheimer

Combined Ratio 2024: 115,78

Combined Ratio 2023: 123,62

Zentrale der Rheinland-Versicherungsgruppe in Neuss, zu der Rhion gehört. Bildquelle: Simon Hopf
Platz 3: Rhion

Combined Ratio 2024: 116,16

Combined Ratio 2023: 118,74

Hauptverwaltung der Signal Iduna in Dortmund. Bildquelle: Imago Images / Markus Matzel
Platz 2: Signal Iduna

Combined Ratio 2024: 117,67

 Combined Ratio 2023: 110,00

Logo der Adler Versicherung, die Teil der Signal-Iduna-Gruppe ist. Bildquelle: SIGNAL IDUNA
Platz 1: Adler Versicherung

Combined Ratio 2024: 123,94

 Combined Ratio 2023: 119,15