Der deutsche Wohnimmobilienmarkt befindet sich im Aufwärtstrend: Nach einer Jahre andauernden Rally mit Peak im Sommer 2022 gingen die Wohnimmobilienpreise zunächst wieder moderat zurück - bevor sich das Blatt erneut wendete. Der Immobilienportalbetreiber Immowelt hat die Situation in 80 deutschen Großstädten untersucht. Verglichen wurden die Preisniveaus vom 1. Februar 2026 mit dem 1. Februar 2025.

Kernfazit von Immowelt: In 71 von 80 untersuchten Großstädten wurden Wohnungen in dem Zeitraum teurer - im Durchschnitt um 4,0 Prozent, in der Spitze sogar um knapp 12 Prozent. Das heißt umgekehrt jedoch auch: In neun deutschen Großstädten sind die Wohnungspreise zuletzt gefallen. 

Verglichen hat Immowelt die Preise einer Referenzwohnung mit 75 Quadratmetern, drei Zimmern, im ersten Stock gelegen und Baujahr 1990er Jahre. Wichtig: Es handelt sich um Angebotspreise, nicht um tatsächlich erzielte Verkaufspreise. Diese können im Zuge von Nachverhandlungen und möglichen Preisnachlässen auch darunter liegen. Als Indikator für Preisentwicklungen am Wohnungsmarkt sind Angebotspreise allerdings durchaus aussagekräftig.

Göttingen und Bergisch Gladbach mit Spitzenwerten

Den deutschlandweit stärksten Anstieg bei Wohnungspreisen maß Immowelt in Göttingen – mit einem Plus von 11,9 Prozent auf 3.261 Euro pro Quadratmeter. Ebenfalls legte Bergisch Gladbach mit 11,2 Prozent deutlich zu. Auch Mannheim (plus 9,9 Prozent), Ulm (plus 8,9 Prozent) und Rostock (plus 8,3 Prozent) gehören zu den Spitzenreitern.

29 Großstädte verzeichneten Zuwächse von mehr als 5 Prozent. Die Immowelt-Erhebung wird durch eine Wohnimmobilienanalyse des Kiel Instituts für Weltwirtschaft bestätigt: Auch dort maßen die Analysten zuletzt vorwiegend steigende Preise. 

Moderate Anstiege in den Metropolen

Konkret in den deutschen Metropolen verteuerte sich Wohneigentum dagegen moderater: In München – der teuersten deutschen Großstadt - ging es um 2,7 Prozent auf 8.165 Euro pro Quadratmeter nach oben, in Hamburg stiegen die Preise um 4,5 Prozent auf 6.017 Euro, in Frankfurt um 2,9 Prozent auf 5.568 Euro. Größere Preissprünge blieben in den bevölkerungsreichsten Städten angesichts des ohnehin hohen Preisniveaus jedoch aus.

Doch an einigen Orten geht es auch in die andere Richtung: In neun der untersuchten 80 Städte verzeichnet die Analyse sinkende Angebotspreise bei Eigentumswohnungen, darunter in zwei der großen deutschen Metropolen. In unserer Bilderstrecke stellen wir die neun Städte vor, in denen sich Wohnimmobilien entgegen dem bundesweiten Trend zuletzt leicht vergünstigt haben.

Bundesland: Niedersachsen 

Einwohner: 130.000

Quadratmeterpreis 1. Februar 2025: 2.530 Euro

Quadratmeterpreis 1. Februar 2026: 2.524 Euro

Veränderung:  - 0,2 Prozent