Wohnkostenreport 2019 Studie: Wohneigentum preiswerter als Wohnen zur Miete

Altstadt von Sömmerda. Dort ist Eigentum im Vergleich zur Miete bundesweit am vorteilhaftesten. | © maniax at work

Altstadt von Sömmerda. Dort ist Eigentum im Vergleich zur Miete bundesweit am vorteilhaftesten. Foto: maniax at work

Im Bundesdurchschnitt zahlen Immobilieneigentümer 5,58 Euro Wohnkosten je Quadratmeter Wohnfläche, neu vermietete vergleichbare Wohnungen kosten hingegen im Schnitt 9,24 Euro je Quadratmeter. Im Schnitt ist das Wohnen im Eigentum damit rund 40 Prozent günstiger als das Wohnen zur Miete. Das berichtet das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) und verweist auf den „Wohnkostenreport 2019“, den das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Accentro Real Estate erstellt hat. Selbst im Vergleich mit allen bestehenden und damit häufig noch deutlich günstigeren Mietverträgen fällt das Urteil der DIA-Meldung zufolge zugunsten von Selbstnutzern aus: Laut Wohnkostenreport zahlen Mieter in diesem Fall im Schnitt 6,72 Euro je Quadratmeter und berappen somit rund 17 Prozent mehr als Eigentümer.

Kündigung eines Bestandsmietvertrags lohnt sich häufig
Auch wenn die Zinsen seit 2016 gestiegen seien, lohne sich der Kauf weiterhin, so das DIA. Selbst die Kündigung eines Bestandsmietvertrages und der Kauf einer Immobilie erweise sich im Bundesdurchschnitt weiterhin als vorteilhaft. Das DIA betont aber auch, dass es auf die Situation vor Ort ankomme. In den sieben deutschen Metropolen lägen die Selbstnutzungskosten bei Neuverträgen unter den Mieten. Allerdings zeige sich bei genauerer Betrachtung ein differenziertes Bild: So falle der Vorteil in Berlin (27 Prozent), Hamburg (35 Prozent) und München (38 Prozent) geringer als im Bundesdurchschnitt aus, in Düsseldorf und Köln (je 54 Prozent), Frankfurt am Main (50 Prozent) und Stuttgart (44 Prozent) falle der Vorteil hingegen höher aus, berichtet das DIA.

Es sei der Studie zufolge jedoch zu erwarten, dass sich die Selbstnutzungskosten und die Mieten angleichen. Auslöser seien die relativ zur Miete stark gestiegenen Kaufpreise in Verbindung mit leicht gestiegenen Zinsen. Insbesondere in Berlin sei diese Tendenz auffällig: Dort seien die Selbstnutzungskosten in den vergangenen beiden Jahren um 19 Prozent per anno gestiegen. Im Vergleich zu den Bestandsmieten lägen die Selbstnutzungskosten bereits heute in Berlin, Hamburg und München über den Mietkosten.