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Chiphersteller im Höhenrausch
Wunderwerk Nvidia – wie geht die Story weiter?
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Chiphersteller im Höhenrausch Wunderwerk Nvidia – wie geht die Story weiter?

Börsenhändler an der New York Stock Exchange
Börsenhändler an der New York Stock Exchange: Die Aktie des Chipherstellers Nvidia geht aktuell buchstäblich durch die Decke. | Foto: Imago Images / UPI Photo

Es waren fantastische Unternehmensergebnisse, die der US-Chiphersteller Nvidia am vergangenen Mittwochabend hiesiger Zeit verkündete: Nvidia konnte seinen Nettogewinn im ersten Jahresquartal um 600 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern – auf knapp 14,9 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig standen im ersten Quartal, das am 28. April endete (Nvidias Geschäftsjahr beginnt im Februar) 26,04 Milliarden US-Dollar Umsatz zu Buche. Das Unternehmen erhöhte seine vierteljährlich auszuschüttende Dividende von 4 auf 10 Cent. 

Auf die erstaunlichen Zahlen reagierten Anleger umgehend. Erstmals überwand die Nvidia-Aktie am Donnerstag die 1.000 US-Dollar. In Euro gerechnet liegt sie nur ganz knapp unter dieser magischen Marke. Anfang Juni will das Unternehmen einen Aktiensplit durchführen. Eine Nvidia-Aktie soll dann in zehn Einzel-Aktien aufgeteilt werden. 

Ein-Jahres-Chart der Nvidia-Aktie in Euro 

Ein-Jahres-Chart der Nvidia-Aktie in Euro
Ein-Jahres-Chart der Nvidia-Aktie in Euro © Wikifolio

Mit 2,6 Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung ist Nvidia mittlerweile das drittgrößte börsennotierte Unternehmen der Welt – hinter Microsoft (3,2 Billionen) und Apple (2,9 Billionen).

Das Unternehmen profitiert massiv von den gegenwärtigen Entwicklungen und dem Hype um künstliche Intelligenz. Zum Höhenflug setzte die Aktie an, als US-Entwickler Open AI Ende 2022 die erste Version von ChatGPT vorstellte. Nvidias Alleinstellungsmerkmal: Es produziert besonders hochleistungsstarke Prozessoren, mit denen sich Sprachmodelle trainieren lassen – was eine besonders hohe Rechenleistung verlangt. Nvidia-Chips  kommen gegenwärtig in vier von fünf Rechenzentren weltweit zum Einsatz, heißt es. Allein die vier Tech-Gigangten Amazon, Meta, Microsoft und Alphabet sollen für 40 Prozent der Umsätze von Nvidia mit Hochleistungschips verantwortlich sein.

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Und das Unternehmen hat neue Pläne. Laut Nvidia-Chef Jensen Huang soll Im Herbst ein neuer Superchip unter dem Codenamen „Blackwell“ auf den Markt kommen. Zudem will Nvidia stärker ins Geschäft mit Auto- und Gesundheitsfirmen einsteigen.

 

Doch die Konkurrenz schläft natürlich nicht. Tech-Unternehmen wie Aphabet oder Apple, die aktuell noch Nvidias Großkunden sind, werkeln selbst schon an Konkurrenzprodukten. Mittelfristig wird Nvidia stärker kämpfen müssen, wenn es sich seine marktbeherrschende Stellung erhalten will.

DAS INVESTMENT hat sich unter Anlageprofis umgehört. Ist die Nvidia-Euphorie gerechtfertigt? Und wie geht es mit dem Unternehmen und seinem Aktienkurs weiter? Spoiler: Neben rundweg positiven Aussichten gibt es einen Umstand, der Investoren auch Sorgen macht.  

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