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Wunsch und Wirklichkeit: Klimastudie offenbart Wissensmängel

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Dies geht aus einer Studie hervor, die vom Sustainable Business Institute (SBI), dem Finanz-Forum Klimawandel und der GfK durchgeführt wurde. Dabei wurden 1.000 Bankkunden nach ihren Erwartungen an die „Klimakompetenz“ der Finanzdienstleister gefragt. Rund 73 Prozent der mehr als 1.000 Befragten geben an, dass ihnen die Themen Klimawandel und Klimaschutz sehr wichtig sind. Nur etwa 30 Prozent  fühlen sich jedoch in Bezug auf diese Fragen sehr gut informiert.

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Dabei haben die meisten Bankkunden sehr konkrete Erwartungen an die „Klimakompetenz“ und das Beratungsangebot ihrer Finanzinstitute. Sie wollen wissen, wie Versicherungen Risiken des Klimawandels absichern und wie Banken und Sparkassen helfen, Investitionen in Klimaschutz und Energieeffizienz zu finanzieren. Zudem wollen sie über Möglichkeiten, finanzielle Ziele der Geldanlage mit dem Klimaschutz zu verbinden, informiert werden. Anlagekriterien: Erst Rendite, dann Klimaschutz 40 Prozent der Fondsanleger legen Wert darauf, dass ihre Fonds in klimafreundliche Unternehmen und Projekte investieren. Damit folgt der Klimaschutz gleich auf finanziellen Kriterien wie Sicherheit und Rentabilität, die für 78 Prozent beziehungsweise 61 Prozent der Befragten wichtig sind. Auf die Bekanntheit des Investmentfonds legen hingegen nur die wenigsten Anleger wert. 80 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie durch die Entscheidung für klimafreundliche Finanzprodukte einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Fast zwei Drittel der Fondsbesitzer sind sich der Möglichkeit bewusst, Geldanlagen und Klimaschutz miteinander zu verbinden. Allerdings wurden nur 14 Prozent der Fondsanleger von ihren Kreditinstituten darüber sehr gut informiert. Immobilien: Selbst Eigentümer wissen nicht über ihre Versicherungen Bescheid 33 Prozent der deutschen Immobilienbesitzer wissen nicht, gegen welche Gefahren ihre Immobilie derzeit versichert ist und ob sie gegen klimabedingte Schäden abgesichert wären. Bisher haben sich nur 31 Prozent beim Kauf der Immobilie mit Naturgefahren – wie etwa Überschwemmungen durch benachbarte Flüsse – als wichtigem Kaufrisiko befasst. Dabei sind die Bedrohungen keinesfalls weit hergeholt. Schließlich war fast jeder vierte Befragte bereits von einem wetterbedingten Schaden an seinem Gebäude betroffen. Die häufigste Ursache waren dabei Sturmschäden (12 Prozent), gefolgt von Hagel- und Hochwasserschäden.

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