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Youtube, Twitter & Co: Versicherer im Netz

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Fünf Minuten mit Jenny
Oft auf den Versichererseiten zu finden sind kurze Filmchen oder Audiostücke, die Versicherungsbedarf und Produkte erklären sollen. Zum Teil geraten sie dabei aber so werblich, dass man sie sich so gerne anschaut wie eine Produktbroschüre. Produktunabhängige Infos etwa zum Thema Berufsunfähigkeit (BU) machen da mehr her. Sympathisch umgesetzt hat das beispielsweise die R+V in ihrem BU-Video, bei dem die junge Nachrichtensprecherin Jenny über Ratespiele, Statistiken und Liveschaltungen das Risiko erklärt.

Darf ich vorstellen …?
Ein schöner Service für Leute, die auf der Suche nach einem Berater in ihrer Nähe sind, bietet die Deutsche Krankenversicherung (DKV). In 30-sekündigen Spots stellen sich die Vermittler kurz vor, erklären ihre Beratungs-Schwerpunkte auf. Gut, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. 

Der Teufel trägt Prada
Das Videoportal You Tube muss von den meisten deutschen Versicherern noch entdeckt werden. Getraut hat sich schon die Karstadt-Quelle Versicherung, die mit ihren Filmen „auf unterhaltsame Art Aufmerksamkeit schaffen“ möchte, wie Sprecher Frank Roth es ausdrückt. In ihrem Fegefeuer TV interviewt der stets gut gekleidete Satan in Talkshow-Manier gerade gestorbene Personen. So muss sich in Folge 1 eine Mutter von 2 Kindern rechtfertigen, die beim Sprint zum nächsten Schuhladen von einer Straßenbahn umgenietet wurde. Ob sie denn neben ihren 250 Paar Schuhen auch eine Risikolebensversicherung für ihre Kleinen abgeschlossen hätte. Nein, antwortet die Gefallene, das Kindermädchen sei ja schon teuer genug. Sehen Sie hier:
Tweet, tweet
Texthäppchen auf 140 Zeichen, Hauptsache schnell auf den Punkt – das ist die Idee hinter Twitter. Wahrscheinlich als nette Abwechslung zum dicke Versicherungsbedingungen schreiben, zeigen sich bei Twitter erstaunlich viele Versicherer aktiv, darunter Arag, Barmenia, R+V und Zurich um nur einige zu nennen. Ein lustiger Lesegenuss sind die sogenannten Tweets dabei aber selten. Die neuen Jahresergebnisse, auf welcher Messe man ist – das interessiert auch auf 140 Zeichen wohl eher die Wenigsten. Etwas netter, weil einfach persönlicher twittert zum Beispiel die Gothaer zum Karneval aus Köln: „So langsam sagen wir dem Versicherungsleben tschöööö und widmen uns diesem hier: kölle alaaf!!!!!“

Fälscher am Werk

Das gibt’s auch: Zwitschernde Fälscher, die sich als Original-Marke ausgeben und beispielsweise auf Erotikseiten verlinken. Prominentes Opfer: die Allianz. So schreibt Allianz-Zwitscherer Markus Walter: „Auf @allianzag werden mit Allianz-Logo und URL Zahn-Bleaching-Dienste beworben & auf "gorgeous ladies" verlinkt.“ Gemeldet, beseitigt: Einen Monat später hatte Twitter das Problem behoben. Hier geht es zum Original.

Unbegrenzte Möglichkeiten
Von den 500 größten amerikanischen Unternehmen, die alljährlich in der bekannten Fortune-Liste zusammengefasst werden, haben 173 einen Twitter-Account. Die Versicherungsbranche zeigt sich mit 13 Twitterern dabei am aktivsten, darunter die Lebensversicherer TIAA-CREF und Northwestern Mutual.

Studie: Versicherer im Netz

Zum 13. Mal hat der AMC Assekuranz Marketing Circle den Webauftritt der Versicherer untersucht. Punkten konnten vor allem die, die viel mit Sound und Videos arbeiten, um etwa Produkte zu erklären und ihre Berater vorzustellen.
Die Top Ten:
1. DKV
2. Allianz
3. Gothaer
4. Cosmos Direkt
5. Westfälische Provinzial
6. Asstel
7. Hannoversche Leben
8. Barmenia
9. Karstadt Quelle Versicherungen
10. Hamburg Mannheimer

Finanzgezwitscher

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