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Auch Bergarbeiter werden jetzt<br>entschädigt. Foto: Fotolia

Auch Bergarbeiter werden jetzt
entschädigt. Foto: Fotolia

Zahl der Arbeitsunfälle auf neuem Tief

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Das geht aus Geschäfts- und Rechnungsergebnissen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin vorgelegt hat. Danach hat sich das Risiko von 26,8 Arbeitsunfällen je 1.000 Vollarbeiter auf 24,3 Unfälle verringert. „In der 125-jährigen Geschichte der gesetzlichen Unfallversicherung war das Unfallrisiko am Arbeitsplatz noch nie so niedrig“, sagt DGUV-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer. „Die Befürchtung, dass die Arbeitgeber in der Krise am Arbeitsschutz sparen, hat sich damit nicht bewahrheitet.“

Arbeitsumfeld wird immer sicherer Der Tiefstand reihe sich in den langjährigen Trend rückläufiger Unfallzahlen ein. Seit den 1960er Jahren sei die Quote meldepflichtiger Arbeitsunfälle in Deutschland um fast 80 Prozent zurückgegangen. „Zu dieser Entwicklung hat unsere intensive Zusammenarbeit mit Arbeitgebern und Versicherten in der Prävention einen wesentlichen Beitrag geleistet“, so Breuer.

Die Unfallversicherung investiere seit ihren Anfängen konsequent in die Prävention von Unfällen und Krankheiten. Die absolute Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle lag 2009 bei 886.122 und damit um 8,8 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Zahl der meldepflichtigen Unfälle, die sich auf dem Arbeitsweg ereigneten, stieg leicht um 1,1 Prozent auf 178.590. Die Zahl der neuen Renten aufgrund eines Arbeits- oder Wegeunfalls belief sich auf 22.534. Die Unfallversicherung verzeichnete 456 tödliche Arbeitsunfälle und 362 tödliche Wegeunfälle.

Berufskrankheiten legen zu – Asbest ist oft die Ursache

Ein deutliches Plus gab es dagegen bei Berufskrankheiten. Die Zahl der Verdachtsanzeigen stieg um über 10 Prozent auf 66.951. In 16.078 Fällen wurde die Berufskrankheit anerkannt – ein Plus von 23,9 Prozent. 6.643 Versicherte erhielten 2009 erstmals eine Rente wegen Berufskrankheit. „Diese Zunahme erklärt sich vor allem durch rechtliche und gesetzliche Änderungen“, so Breuer. „Diese haben es uns ermöglicht, mehrere hundert Fälle von Emphysem-Bronchitis bei Bergleuten anzuerkennen, die wir zuvor nicht entschädigen durften.“

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Die Zahl der Menschen, die infolge einer Berufskrankheit ihr Leben verloren, stieg auf 2.767 und erreichte damit einen neuen Höchststand. In der Mehrzahl der Fälle war anorganischer Staub, vor allem Asbest, die Ursache.

2009 mussten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen rund 300 Millionen Euro mehr für Rehabilitation und Entschädigung ausgeben als im Jahr zuvor. In der gewerblichen Wirtschaft mussten die Arbeitgeber insgesamt rund 9,5 Milliarden für das Umlagesoll der Berufsgenossenschaften aufbringen. Der durchschnittliche Beitragssatz stieg daher auf 1,31 Prozent je 100 Euro. Breuer: „Das erklärt sich zum einen aus den höheren Ausgaben. Vor allem sind aber die Lohnsummen in Deutschland infolge der Kurzarbeit um mehr als 13 Milliarden Euro zurückgegangen – und damit das beitragspflichtige Entgelt.“ Im Gegensatz zu den anderen Sozialversicherungszweigen erhalte die gesetzliche Unfallversicherung bei Kurzarbeit zudem keine Zuschüsse aus der Staatskasse.

Auch weniger Unfälle in Schulen & Co.

Im vergangenen Jahr registrierten die Behörden auch weniger Unfälle in Kindertageseinrichtungen, Schulen und Hochschulen. Die Zahl der Schulunfälle ging um über 6 Prozent auf 1.250.552 zurück. 115.534 Versicherte hatten einen Unfall auf dem Schulweg. In 1.065 Fällen erhielten Versicherte erstmals eine Rente wegen eines Schul- oder Schulwegunfalls. Insgesamt 59 Unfälle endeten tödlich, 45 davon auf dem Schulweg.

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