Markt in der angolanischen Provinzhauptstadt Cabinda: <br> Angola erzielt einen Großteil seiner Einnahmen über <br> das Ölgeschäft, Quelle: Getty Images

Markt in der angolanischen Provinzhauptstadt Cabinda:
Angola erzielt einen Großteil seiner Einnahmen über
das Ölgeschäft, Quelle: Getty Images

Zertifikate auf die schwarze Zukunft

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„Wohin als Nächstes?“ werden sich Anleger fragen, die nach weiteren Wachstumsmärkten der ersten Stunde suchen. Angesichts des Fortschritts in Asien und Lateinamerika werden sie dort kaum noch fündig. Afrika dagegen ist der letzte Kontinent, der seine Wachstumsstory noch nicht geschrieben hat.

In den 80er und 90er Jahren passierte in Afrika nicht viel. Doch seit der Jahrtausendwende haben es Länder wie Südafrika oder Ghana geschafft, eine Trendwende einzuleiten. Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge wird Subsahara-Afrika in den kommenden Jahren nach den asiatischen Schwellenländern mit über 5 Prozent das weltweit zweithöchste Wachstum haben.

„Für die Entwicklung zuletzt war wichtig, dass Afrikas Rohstoffe nicht wie früher üblich für Bares, sondern im Austausch für Investitionen, Technologietransfer und den Ausbau der Infrastruktur verkauft wurden. Auch wird der Kontinent weiterhin vom asiatischen Rohstoffhunger profitieren“, erklärt Kemal Bagci von der Royal Bank of Scotland (RBS).

Anleger können mit verschiedenen Indexzertifikaten auf dem Schwarzen Kontinent investieren. Das Open End Zertifikat auf den S&P Africa 40 Index (WKN: AA0 ZBW) der RBS bildet den gängigsten Afrika-Aktienindex ab. Er besteht aus den 40 größten Unternehmen Afrikas.

Wer Schwergewicht Südafrika nicht mit dabei haben möchte, wählt das Zertifikat DWS GO 3rd Wave Emerging Africa der Deutschen Bank (DWS 0H9). Stattdessen spielen Ägypten, Marokko oder Nigeria eine größere Rolle. Diversifiziert wird auch über Branchen: Fast die Hälfte der Gewichtung fällt auf Konsum-, Gesundheits- und Telekomtitel. 25 Prozent entfallen auf Finanz-, 28 Prozent auf Rohstofftitel.

Der Vorteil: Das Zertifikat bildet die Entwicklung eines eigens dafür konzipierten Spezialfonds ab, der aktiv verwaltet wird. Dafür zahlen Anleger eine jährliche Gebühr von 2 Prozent, während beim RBS-Zertifikat nur 0,75 Prozent Gebühr anfallen.

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