ZEW sagt voraus

China steht vor massivem Konjunkturrückgang

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Die Konjunkturerwartungen für China innerhalb der kommenden zwölf Monate haben sich stark abwärts verschoben: Das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat eine Konjunkturprognose für die Entwicklung am chinesischen Markt herausgegeben und dazu im August 25 Analysten nach ihrer aktuellen Einschätzung befragt.

Mit dem China-Economic-Panel- (CEP)-Indikator misst das ZEW regelmäßig die Konjunkturerwartungen für die asiatische Wirtschaftsmacht Nummer eins. Dieser Indikator ist in der zweiten Augusthälfte von 8,8 auf minus 6,0 Punkte zurückgefallen.



Die befragten Analysten rechnen mit einer weiteren Abwertung des Yuan gegenüber dem US-Dollar, die allerdings von staatlichen Interventionen gebremst werde. Außerdem geht man von einem Rückgang sowohl der kurzfristigen Zinsen als auch der Kreditzinsen aus, schreibt das ZEW in einer aktuellen Mitteilung.

Der Konjunkturrückgang werde vor allem die Bereiche Automobil, Elektro und Energie in Mitleidenschaft ziehen. Auch das Investmentbanking und der Versicherungssektor werde durch die Kurseinbrüche der vergangenen Wochen weitere Rückschläge erleiden. Die Experten rechnen mit einem noch deutlicheren Rückgang der Aktienkurse innerhalb der nächsten drei Monate. Eine leicht verbesserte Situation wird lediglich für die Bereiche Bau, Maschinenbau und Ingenieurswesen vorausgesagt.

Insgesamt sehen die Experten ein schwieriges Jahr auf China zukommen. Dabei rechnen sie mit weiteren staatlichen Aktivitäten zur Konjunkturunterstützung, die den Rückgang leicht abfedern könnten.

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