Zocken ist sein Handwerk

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Sowohl an der Börse als auch am Pokertisch: Wetten, Bluffen und gutes Risikomanagement entscheiden über Gewinn oder Verlust. Dass Andy Frankenberger diese drei Fähigkeiten besitzt, hat der ehemalige Derivate-Händler nun durch den Gewinn der World Series of Poker bewiesen.

Der ehemalige BNP-Paribas-Angestellte gewann am Montagabend in Las Vegas gegen die Poker-Legende Phil Ivey rund 446000 US-Dollar. Anfangs kritisierten etliche Poker-Profis die unkonventionelle Spielweise des 39-Jährigen – doch spätestens nach dem Gewinn der Series zeigt sich, dass Frankenberger nicht nur Glück hat, sondern einfach gut spielt.

„Vieles ist einfaches Risikomanagement, und wenn der Markt gegen dich läuft, ist es zeit zu gehen“, kommentiert Frankenberger sein Spiel. Aus diesem Grund passe er manchmal, auch wenn er ein Full House auf der Hand habe, und spiele, wenn andere passen würden. Sein Erfolg gibt ihm recht.

Bis vor zwei Jahren arbeitete Frankenberger bei BNP-Paribas. Dann beendete er den Job, um etwas anderes anzufangen. Nach dem Gewinn einiger kleineren Turniere entschied er sich, seinen Lebensunterhalt durch Pokerspielen zu verdienen. Inzwischen hat er rund 2,5 Millionen Dollar und drei große Turniere gewonnen.

Neben Frankenberger starteten auch andere ehemalige Wall-Street-Banker, wie David Einholen und Steven Begleiter, eine Karriere in der World Series of Poker.

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