Markus Zschaber

Markus Zschaber

Zschaber trotzt Zinswende

"Die Liquiditätshausse geht weiter"

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Die Weltwirtschaft wird stärker wachsen als bislang angenommen. Davon ist der Vermögensverwalter Markus Zschaber überzeugt. Die Daten seines Welt-Index, den der Kölner Vermögensverwalter allmonatlich für die Welt am Sonntag erstellt, deuteten darauf hin, schreibt die Zeitung. Das gelte vor allem auch für Europa, wo mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent zu rechnen sei. Getrieben werde das vor allem durch die überraschend gute Entwicklung in Spanien. Diese positive Tendenz zeige sich aber auch bereits in den Geschäftsberichten der Unternehmen, die in den vergangenen Wochen vorgelegt wurden. "Gegenüber dem Vorquartal stiegen die Unternehmensumsätze um rund zwölf Prozent, die Gewinne je Aktie sogar um 14 Prozent", sagt Zschaber. Entscheidend dazu beigetragen habe die Politik der Europäischen Zentralbank, die mit ihrer Politik für eine Abwertung des Euro sorgte und die Zinsen niedrig hält. Auch weltweit bleibe das Zinsniveau weiter niedrig, da die US-Notenbank die Zinsen allenfalls minimal anheben werde. Fazit für die Anleger Deswegen geht die Liquiditätshausse weiter, ist der Zschaber überzeugt. Insbesondere für deutsche Qualitätsunternehmen bleibe er optimistisch, auch die Abwertung des Yuan und die Probleme in China änderten nichts daran. Dax-Stände von 13.000 Punkten seien weiterhin möglich, so der Vermögensverwalter. Gleichzeitig gebe es nach wie vor keinerlei Anzeichen für Euphorie unter den Anlegern. In seinem Musterdepot hat Zschaber den Anteil von Aktien aus den USA und den Schwellenländern reduziert und auch Edelmetall-Anlagen zurückgefahren. Dafür wurden europäische und japanische Aktien stärker gewichtet. Der Welt-Index besteht aus zwei Komponenten, die auf den 50 wichtigsten weltweiten Konjunkturdaten basieren. Der Index der Konjunkturdaten gibt an, wie viele der Signale aus der Wirtschaft sich zuletzt verbessert haben. Mit einem Wert von 65 Prozent hat er sich dabei gegenüber dem Vormonat erneut leicht verbessert. Noch stärker hat jedoch der Index der Markterwartungen ins Positive gedreht. Er zeigt, wie viele der Daten besser ausgefallen sind als erwartet. Dieser Teil-Index stieg von 65 auf 70 Prozent.

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