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Internetauftritt der Finanzagentur des Bundes mit Günther Schild

Internetauftritt der Finanzagentur des Bundes mit Günther Schild

Zu teuer: Regierung schafft Bundesschatzbrief ab

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Das „Handelsblatt“ ließ die Bombe zuerst platzen und berichtete „Bund will Privatanleger loswerden“. Es geht darum, dass Privatanleger nur noch bis Ende 2012 über die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland Bundeswertpapiere kaufen und verwahren lassen können. Danach gehe das nur noch über Banken und Sparkassen. Die Zeitung bezog sich dabei auf ein internes Schreiben des Bundesfinanzministeriums an das Bundesfinanzierungsgremium. Demnach war dem Bund das Geschäft ganz einfach zu teuer geworden.

Günther Schild, die knuffige Werbeschildkröte für „Die entspannendste Geldanlage Deutschlands“ soll in Pension gehen? Das schlug Wellen. Inzwischen hat die Bundesagentur reagiert und Fakten über die eigentlich noch geheime Aktion rausgelassen.

So können Anleger schon ab 22. August keine neu aufgelegten Bundespapiere mehr in ihrem Schuldbuchkonto (eine Art Privatdepot) bei der Agentur einlagern. Allerdings soll die Agentur alle Konten weiterführen, bis die darin schon enthaltenen Papiere fällig geworden sind.

Ab 2013 bietet die Agentur keine neuen Schuldbuchkonten mehr an. Außerdem gibt es dann keine neuen Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze mehr. Bundesschatzbriefe gehören zu den bekanntesten (und früher auch lukrativsten) Geldanlagen Deutschlands. Es gibt sie in zwei Arten: Mit sechs Jahren Laufzeit und jährlicher Zinszahlung, und mit sieben Jahren Laufzeit und angesammelten Zinsen. Die aktuellen durchschnittlichen Renditen liegen bei 0,51 beziehungsweise 0,69 Prozent. Finanzierungsschätze laufen ein Jahr oder zwei Jahre und bringen aktuell 0,0001 Prozent Rendite.

Übrig bleiben Bundesobligationen – fünf Jahre zu derzeit 0,64 Prozent Rendite – und die Tagesanleihe zu aktuell 0,18 Prozent p.a. Diese Papiere gibt es dann noch immer bei Banken und Sparkassen zu kaufen. Nur kostet die Verwahrung dort meistens Depotgebühren, was viele Anleger bisher regelmäßig zur kostenlosen Bundesagentur geführt hatte.

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