Zugang zu ELA-Sicherheiten

EZB setzt Griechenland unter Druck

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Sollte die griechische Regierung in den Gesprächen mit ihren Gläubigern keine Kompromissbereitschaft erkennen lassen, stehe die Notenbank bereit, die Abschläge auf Sicherheiten zu erhöhen, die griechische Banken für ELA-Kredite hinterlegen müssen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Die Mittel werden von der griechischen Zentralbank zur Verfügung gestellt - zu günstigeren Konditionen als denen, die für Zentralbankgeld von der EZB selbst gelten. Ein Sprecher der EZB wollte sich nicht zu der Meldung äußern.

Der EZB-Rat erhöht mit seiner Haltung den Druck auf die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras, bei der Tagung der Finanzminister am Montag in Brüssel den Gläubigern entgegenzukommen. Andernfalls riskiert er, dass die Banken seines Landes tiefer in die Krise rutschen. Der Abfluss von Guthaben aus Konten bei griechischen Banken veranlasste die EZB am Mittwoch, die Obergrenze für die Notfallliquiditätshilfe um zwei Milliarden Euro auf 78,9 Milliarden Euro anzuheben, sagten zwei informierte Personen.

Die EZB wolle ihre Entscheidung unter anderem auch davon abhängig machen, ob Griechenland eine am 12. Mai fällige Zahlung an den Internationalen Währungsfonds in Höhe von 767 Millionen Euro leistet, sagte eine der Personen.

Die meisten Mitglieder des EZB-Rats argumentierten am Mittwoch offenbar, es sei unfair, Griechenland den Zugang zur Liquidität zu erschweren, ohne das Ergebnis der Finanzministertagung abzuwarten.

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