Kai Diekmann mit Funktelefon: Der ehemalige Bild-Chefredakteur ist einer der Miterfinder des Zukunftsfonds. | © imago images / Future Image / C. Hardt Foto: imago images / Future Image / C. Hardt

Zukunftsfonds und Der erste Schritt

Wie sich die Einsteigerfonds derzeit verhalten

Das Ziel beider Fonds ist aller Ehren wert: Sie beide sollen deutsche Sparer von ihren geliebten Sparbüchern weglotsen und behutsam an die Fondsanlage heranführen. Die Rede ist von Der Zukunftsfonds (ISIN: DE000A2DTM69) und Flossbach von Storch Der erste Schritt (LU0952573136). Wir haben beide unter diesem Link in unserem Fondsvergleich gegenübergestellt.

Bei dem Begriff „behutsam“ stellt sich natürlich sofort die Frage, wie die Produkte durch die Corona-Krise gekommen sind. Und was deren Manager nun machen. Dabei wird einmal mehr klar, dass Macher und Produkte bis auf das eingangs erwähnte Ziel einige Unterschiede mit sich bringen.

Der Zukunftsfonds ist eine Idee des ehemaligen Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann und des ehemaligen Dresdner-Bank-Vorstands Leonhard „Lenny“ Fischer. Das Portfolio im Tagesgeschäft steuert der Vorstand des Vermögensverwalters Greiff Capital Management, Volker Schilling. Den Fonds brachten Diekmann und Fischer vor zweieinhalb Jahren mit einigem medialen Getöse in die Spur (ja, ja, ich gebe es zu, auch bei uns). Zudem startete der Medienprofi Diekmann das Online-Magazin „Zaster“, das Geldthemen unterhaltsam und verständlich aufbereiten soll.

Doch das erste Jahr lief für den Fonds mau, denn zunächst ging es um mehr als 3 Prozent hinab. Erst seit 2019 geht es vernünftig und unter geringen Schwankungen aufwärts. So, wie es auch sein muss, wenn der deutsche Sparer nicht gleich wieder flüchten soll. Mit 10 Millionen Euro hat der Zukunftsfonds derzeit das Volumen, das laut Faustformel das Minimum ist, um rentabel zu sein.

Die Vermögensverwaltung Flossbach von Storch setzte dagegen nicht auf einen Promi-Faktor oder dergleichen, als sie den ersten Schritt im Januar 2018 startete. Dagegen sorgte sie für ein Startguthaben, indem sie kurzerhand den bereits bestehenden Anleihefonds Bond Total Return dazu umwandelte. Und der war schon 200 Millionen Euro schwer.

Das Konzept änderten die Kölner ein bisschen. Zu dem breit gestreuten, globalen Anleiheportfolio mit Absolute-Return-Ansatz gesellte sich ab sofort eine kleine Dosis Aktien (maximal 15 Prozent). Damit gilt er offiziell als defensiver Mischfonds. Zu Recht, wie wir noch klären werden.

Dagegen läuft der Zukunftsfonds unter der Rubrik „ausgewogen“. Und schon die aktuelle Aktienquote von rund 20 Prozent und ein strategischer Goldanteil von 10 Prozent lassen erahnen, dass es hier ein wenig flotter zugeht als beim ersten Schritt.

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