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Besucher auf dem World Mobile Congress: Die Mobilfunktechnologie fünfter Generation 5G war das Hauptthema der Messe. | © Getty Images

Zukunftstechnologien vom World Mobile Congress Smarte Innovationen für Smart Cities

Ivo Weinöhrl, Senior Investment Manager für den Pictet-SmartCity

Jedes Jahr im Februar trifft sich die Mobiltechnik-Welt in Barcelona. Der Mobile World Congress (MWC) ist eine der größten internationalen Tech-und Telekom-Messen. Börsennotierte Konzerne präsentieren hier ebenso wie kleine Startups ihre neuesten Innovationen. Ein guter Grund für Pictet Asset Management‘s Smart-City-Team, sich in die spanische Metropole zu begeben, die selbst eine aufstrebende Smart City ist, um sich über Zukunftstechnologien zu informieren, die Städte smarter machen.

Die Urbanisierung schreitet voran und überall auf der Welt müssen Städte auf das rasante Bevölkerungswachstum reagieren. Es gilt, das Wohlergehen der Menschen zu schützen und die Umweltbelastung möglichst gering zu halten. Dies ist ohne moderne Technologie kaum möglich. Und auch die Auswertung und Nutzung großer Datenmengen hilft Städten zu Smart Cities zu werden. Für Investoren ergibt sich hieraus eine Vielfalt von Anlagechancen, die der Aktienfonds Pictet-SmartCity bündelt.

Pipeline für künftige IPOs gut gefüllt

In Barcelona waren die meisten für uns interessanten Technologien zwar noch in der Anfangsphase. Das Angebot zeigt aber, dass die Tech-Pipeline gut gefüllt ist und stetig weiter wächst. In den kommenden Jahren werden wir einige dieser Technologien sicherlich an der Börse wiederfinden – sei es, dass der Entwickler den Börsengang wagt oder seine Innovation von einem der großen gelisteten Platzhirsche geschluckt wurde. Rund 140 Milliarden Euro sollen in den nächsten drei Jahren für Smart Cities ausgegeben werden, entsprechend viele Denkanstöße haben wir auf der Messe gefunden. Der Pictet-SmartCity investiert in drei große Bereiche und für jeden einzelnen sind wir auf interessante Entwicklungen gestoßen.

Der Bereich „Aufbau der Stadt” umfasst Unternehmen, die im Design, der Planung und dem Bau der Städte von morgen engagiert sind, mit Fokus auf Effizienz und Nachhaltigkeit. Eine neue Entwicklung für dieses Segment sind Maschinen mit künstlicher Intelligenz, die für die vorausschauende Instandhaltung von Aufzügen eingesetzt werden. So können Ausfallzeiten und Kosten für ein zentrales Element der effizienten Raumnutzung im dichten urbanen Umfeld reduziert werden. Eine weitere Neuheit auf der Messe wird in Spanien produziert und kann Design und Bau von Rechenzentren grundlegend verändern. Eine intelligente Kühlflüssigkeit soll bis 2025 den Stromverbrauch in Rechenzentren um 20 Prozent senken und den benötigten Platz sogar um 85 Prozent.

Straßenlaterne misst Luftqualität

Ein zweiter Investitionsbereich, mit 41 Prozent Portfolioanteil derzeit der größte, ist die „Bewirtschaftung der Städte“. Hier sind Unternehmen gesucht, die Infrastruktur wie Wasserversorgung oder Abfallmanagement, digitale Infrastruktur sowie neue effizientere Mobilitätslösungen anbieten. Präsentiert in Barcelona wurde beispielsweise eine smarte Straßenbeleuchtung. In die bestehende Beleuchtungsinfrastruktur können kleine Sensoren integriert werden, die helfen, die Luftqualität zu messen, Verkehrsdaten zu erheben, und ein sicheres Umfeld fördern. Eine weitere Innovation sind Verkehrsschilder, die Fußgänger und Autos frühzeitig warnen und auch Rettungsdienste bei Bedarf alarmieren.

Im dritten Bereich „Leben in der Stadt“ werden Firmen berücksichtigt, die Dienstleistungen und Lösungen für das urbane Leben des 21. Jahrhundert anbieten, sowohl für Wohnen, Arbeit als auch Freizeit. In Barcelona sahen wir einen deutschen Zertifizierungsdienstleister, der die Privatsphäre schützen, Sicherheit und Umweltverschmutzung überwachen will, während Städte ihre technologische Kompetenz und ihre Datenerfassung ausbauen.

Das alles beherrschende Thema der MWC 2019 war 5G, der neue Mobilfunkstandard mit weniger Wartezeit und höheren Geschwindigkeiten. Für Smart Cities ist 5G der Schlüssel für fahrerlose Verkehrsmittel. Ebenso ermöglicht die neue Technik eine konstante Überwachung und so eine präventive Instandhaltung von Rolltreppen und Aufzügen. Ein weiteres Thema, das durch die Hallen geisterte und das entscheidend dafür ist, dass die präsentierten neuen Technologien überhaupt Anwendung finden können, ist ein Smart-City-Ökosystem. In diesem arbeiten die Verwaltung, der private Sektor und die Bürger zusammen, um das städtische Umfeld zu verbessern. Auch wenn Innovation das heiße Thema ist, so sind doch die bestehenden Netzwerke und Systeme und ihre Verbesserung das wahre Gebot der Stunde. Der Pictet-SmartCity investiert sowohl in technologische Trends als auch in die solide, verlässliche Infrastruktur, die Innovationen unterstützt und Städte lebenswert macht.

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