War jahrelang Chef der Deka und wechselt jetzt in den Aufsichtsrat von Blackrock Deutschland: Michael Rüdiger.  | © Deka Foto: Deka

Zum 1. Juli

Nachfolger für Friedrich Merz bei Blackrock steht fest

Der ehemalige Deka-Chef Michael Rüdiger wird Aufsichtsratsvorsitzender bei Blackrock Deutschland. Er löst den bisherigen Aufsichtsratschef Friedrich Merz ab, der Ende März 2020 aus dem Amt ausgeschieden war. Der CDU-Politiker Merz hatte den dreiköpfigen Aufsichtsrat mit Unterbrechung seit 2016 geleitet. Nachfolger Rüdiger soll seine Position zum 1. Juli antreten.

Über den Aufsichtsratsvorsitz hinaus soll Rüdiger auch weiterführende Aufgaben bei Blackrock übernehmen. So soll er das deutsche Management-Team unter der Leitung von Dirk Schmitz strategisch beraten. Insgesamt wolle man mit dem Neuzugang die Stellung von Blackrock in Deutschland ausbauen, den Kontakt zu strategisch wichtigen Kunden, Branchengremien und Entscheidungsträgern stärken und neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen, heißt es aus dem Unternehmen.

Rüdiger war zuvor Chef beim Sparkassen-verbundenen Wertpapierhaus Deka. 2019 war er dort auf eigenen Wunsch ausgeschieden, als sein Nachfolger kam zum Jahreswechsel Georg Stocker zur Deka.

Michael Rüdiger war in der Vergangenheit bereits Leiter Zentraleuropa bei Credit Suisse und hatte leitende Funktionen bei Allianz Asset Management und UBS inne. Er setzt sich zudem in unterschiedlichen Branchengremien und -räten für eine Stärkung der Aktienkultur in Deutschland ein, heißt es von Blackrock.

Die US-Fondsgesellschaft Blackrock ist seit mehr als 25 Jahren in Deutschland tätig. Das Unternehmen verwaltet etwa 120 Milliarden US-Dollar (rund 108 Milliarden Euro) für deutsche Kunden und beschäftigt an den Standorten Frankfurt und München mehr als 150 Mitarbeiter.  

Mehr zum Thema
nach oben