Marcus Nagel. Foto: Zurich

Marcus Nagel. Foto: Zurich

Zurich startet kurzlaufende Rentenversicherung

Vorsorgeflex heißt das neue fondsgebundene Rentenprodukt. Mit einer Versicherungslaufzeit von mindestens fünf Jahren. Das entspricht der steuerlich wichtigen Mindestfrist. Im Visier hat der Bonner Versicherer dabei die Zielgruppe 50+. Aus gutem Grund, so Lebensvorstand Marcus Nagel: „Die stark  wachsende und finanzkräftige Zielgruppe der 50- bis 60-Jährigen möchte sich bei der Kapitalanlage nicht lange binden.“

Die Kunden sind mit Einmalbeiträgen dabei. Ihr Geld wird auf zwei Töpfe verteilt. Der Liquiditäts-Topf ist mit dem Rentenfonds DWS Euro Reserve bestückt. Der zweite Topf, die „Basis-Anlage”,  besteht aus frei wählbaren Investmentfonds oder gemanagten Portfolios, je nachdem, was dem Kunden lieber ist. Innerhalb der Basis-Anlage und zwischen den beiden Töpfen darf einmal im Monat kostenfrei geswitcht werden. Für den Todesfall können zudem auf Wunsch die Hinterbliebenen abgesichert werden.

Der Kunde kann jeden Monat Geld entnehmen

„Benötigt der Kunde Geld, kann er es ohne Gebühren monatlich entnehmen“, sagt Nagel. Möglich seien aber auch Zuzahlungen. Etwa aus ablaufenden Lebensversicherungen, Festgeldern, Erbschaften oder Schenkungen. Zum Vertragsablauf steht dann die Entscheidung an: lebenslange Rente, Kapitalzahlung oder ein Mix aus beidem. Fällt die Wahl auf eine Rente, gilt der Rentenfaktor zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses.

Mit dem neuen Produkt trifft Zurich nach eigener Aussage offenbar ins Schwarze. Zumindest nach einer von ihr bei der GfK in Auftrag gegebenen Umfrage. Danach möchten über 53 Prozent der Befragten jederzeit Geld aus ihrer Police entnehmen können. Und etwa jeder Dritte (30,9 Prozent) will eine Rentenversicherung mit der Wahl zwischen Cash und lebenslanger Leistung. An dritter Stelle steht eine überschaubare Versicherungsdauer. Höchstens sieben Jahre sollen es sein.

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