Im Wald: 16 Prozent der 18- bis 35-Jährigen hatten 2020 nachhaltige Geldanlagen. Foto: Pexels

Zurich-Studie

Jüngere legen ihr Geld häufiger nachhaltig an

67 Prozent der Deutschen bemühen sich um Nachhaltigkeit. Die Bedingung: Der Aufwand und die Zugeständnisse dafür dürfen nicht zu groß sein. Bei den unter 36-Jähirgen sind das 61 Prozent. Das ergab eine Studie im Auftrag der Zurich Gruppe Deutschland, für die 1.000 Deutsche ab 18 Jahren sowie zusätzlich 500 Deutsche zwischen 18 und 35 Jahren befragt wurden.

Deutlich konsequenter zeigen sich ein Viertel der Bundesbürger und sogar mehr als jeder Dritte in der Altersgruppe der 18- bis 35-Jährigen: Sie sagen von sich, dass sie immer und in allen Bereichen auf eine nachhaltige Lebensweise achten. Bei den 18- bis 35-Jährigen ist der Anteil derjenigen, die nach eigenen Angaben Klimaschutz dem persönlichen Komfort vorziehen, damit deutlich höher als im Bevölkerungsdurchschnitt.

Nachhaltige Geldanlagen auf dem Vormarsch

Das spiegelt sich auch in der Geldanlage wider, Die Jüngeren haben überdurchschnittlich häufig nachhaltige Geldanlagen und sind häufiger bereit, in diese Produkte zu investieren. So besaßen 16 Prozent von ihnen 2020 Geldanlagen, die neben wirtschaftlichen auch ökologische, soziale und ethische Faktoren berücksichtigen. Im Bevölkerungsdurchschnitt waren es nur 11 Prozent.

Auch im Vergleich zur Nachhaltigkeitsstudie im Jahr 2019 zeigt sich, dass nachhaltige Geldanlagen auf dem Vormarsch sind. So besaßen 2019 erst 8 Prozent der Deutschen insgesamt und 11 Prozent der Jüngeren eine nachhaltige Geldanlage.

Weniger konsequent zeigen sich die unter 36-Jährigen hingegen beim Thema Konsum. Über alle Altersgruppen hinweg achten fast neun von zehn Befragten beim Kauf von Elektrogeräten auf Langlebigkeit und Energieeffizienz. Bei den 18- bis 35-Jährigen sind es mit acht von zehn etwas weniger. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Vermeiden von Plastikverpackungen: 73 Prozent der Bundesbürger bemühen sich beim Einkaufen, Plastikverpackungen zu vermeiden, bei den Jüngeren sind es dagegen nur 67 Prozent. Auch beim Versuch, möglichst Lebensmittel aus der Region zu kaufen und beim Fleisch auf artgerechte Tierhaltung zu schauen, bleiben die Jüngeren hinter dem tatsächlichen Verhalten in der Gesamtbevölkerung zurück. Einzige Ausnahme: Die Jüngeren greifen im Supermarkt eher zu Bio- oder fair gehandelten Produkten als die Allgemeinheit.

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