Zwangspause an der Nasdaq

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Computer-Fehler haben an den US- Aktienmärkten erneut für Unruhe gesorgt. Eine Software, die Daten zwischen Handelsplätzen übermittelt, funktionierte am Donnerstag nicht richtig. Das veranlasste die Nasdaq, den Handel von tausenden von Aktien und Optionen zu unterbrechen. Erst nach drei Stunden ging es weiter.

Der Kauf und Verkauf von vielen der meistgehandelten US- Aktien wie etwa Apple Inc., Intel Corp. und Facebook Inc. kam damit zeitweise praktisch zum Erliegen – da Broker nicht in der Lage waren, Aufträge von Kunden auszuführen.

Nur zwei Tage zuvor waren von der US-Großbank Goldman Sachs Group Inc. nach einem internen Computer-Fehler versehentlich Handels-Aufträge für Optionen verschickt worden. Vertreter der Marktplätze Nasdaq, NYSE Amex und CBOE Holdings waren daraufhin fast einen Tag lang damit beschäftigt, die Transaktionen auf Stornierungen hin zu prüfen.

Während des Handels-Stopps am Donnerstag wurde der Nasdaq-100-Index nicht aktualisiert. Das Volumen bei Aktien, die an der konkurrierenden New York Stock Exchange gelistet sind, nahm auch ab – die Liquidität im ganzen Land trocknete aus.

„Ein Handels-Stopp ist etwas ziemlich Großes an einem der wichtigsten öffentlichen Märkte“, sagte Douglas Cote, Chef-Marktstratege bei ING U.S. Investment Management in New York, in einem Interview mit Bloomberg News. „Es ist so, als würde man sich in einem Flugzeug befinden. Es ist riskant. Doch obwohl Flugzeuge in der Vergangenheit Probleme hatte, fliegt man weiter mit ihnen.“

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