Zwei Jahre nach Großrazzia

Anklage gegen S&K-Chefs steht

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Die Anklage gegen die Immobiliengruppe S&K steht, berichtet die Bild-Zeitung. Demnach gehen Justizkreise davon aus, dass die Anklageschrift noch im Januar bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main eintrifft. Stephan Schäfer und Jonas Köller, die Gründer der Immobiliengesellschaft, sollen Anleger-Gelder in Höhe von rund 200 Millionen Euro veruntreut haben.

Im Februar 2013 führten 1.200 Polizisten und 15 Staatsanwälte eine bundesweite Großrazzia um die Frankfurter Firmengruppe durch. Damals nahmen sie sechs Hauptverdächtige im Alter zwischen 33 und 70 Jahren fest. Sie sollen ein Schneeballsystem aufgebaut haben, bei dem sie Anleger mit Schrott-Immobilien betrogen. Den Schaden schätzte die Staatsanwaltschaft damals auf einen dreistelligen Millionenbereich. Später berichteten Medien über einen Schaden von 200 Millionen Euro. Zwei Monate nach der Großrazzia meldeten alle S&K-Fonds Insolvenz an. Anleger hatten insgesamt mehr als 105 Millionen Euro in die Produkte gesteckt. Mit diesem Geld sollen die Verantwortlichen ihren luxuriösen Lebensstil finanziert haben. So habe Köller zum Beispiel eine kostspielige Party zu seinem 30. Geburtstag geschmissen – für schlappe 173.999 Euro. Dabei traten verschiedene Promis auf und er überraschte die Gäste mit einem Elefanten und einem Zebra.

Schäfer und Köller sollen sich außerdem diverse Luxusautos von den Anlegergeldern gegönnt haben: 375.000 Euro sollen sie für zwei neue Porsche Spyder 918 hingeblättert haben, 230.000 Euro für einen Bentley Continental und 240.070 Euro für ein Lamborghini Murcielago LP 640. Für Freunde sollen sie außerdem weitere 25 Luxuswagen geleast haben – der Marken Ferrari, Aston Martin, Mercedes, Porsche und BMW im Wert von 965.858 Euro.

Neben den teuren Luxuskarossen sollen sich Schäfer und Köller auch verschiedene Reisen geleistet haben – zum Beispiel einen Trip nach Las Vegas für 54.000 Euro. Außerdem sollen sie in Nachtclubs schnell mal 20.000 Euro verprasst haben.

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