Zwei Schiffe und ein Ordnungsamt

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FHH-Real Estate 4 Ordnungsamt Frankfurt am Main – der Name spiegelt bereits den Charakter des neuen Immobilienfonds von Fondshaus Hamburg wider: solide, fast ein wenig langweilig. Das neue Gebäude im Frankfurter Gallusviertel soll im Mai 2009 fertig sein. Dann belegt die Stadt Frankfurt mindestens 88 Prozent der rund 25.900 Quadratmeter. Der Mietvertrag läuft über 20 Jahre.

Zweiter Mieter (Vertragslänge 15 Jahre) ist der Immobiliendienstleister Aveco – es sei denn, die Stadt Frankfurt zieht doch noch die Option, das Objekt ganz zu mieten. Das Eigenkapital liegt bei 40,4 Millionen Euro. Die restlichen 60 Prozent der Investitionssumme werden vollständig in Euro finanziert. Die Ausschüttungen sollen bei 5,5 und ab 2015 bei 5,75 Prozent liegen. „In den ersten acht Jahren sind die Ausschüttungen für Anleger steuerfrei“, so FHH-Geschäftsführerin Angelika Kunath.

Im März soll ein Schiffsfonds folgen. Investiert wird in zwei Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität für 2.797 Standardcontainer (TEU). Die MS Andino, die im Juni in See sticht, ist für fünf Jahre zu 22.550 Dollar pro Tag an Moller-Maersk verchartert. Die MS Algarrobo wird Ende des Jahres abgeliefert und hat bisher noch keinen Chartervertrag. „Für den Vertrieb ist das kein Problem“, sagt FHH-Geschäftsführer Jens Brandis. „Im Prospekt wollen wir mit einer Drei-Jahres-Charter zu 28.000 Dollar pro Tag kalkulieren“. Brandis ist überzeugt, dass er sogar einen höheren Abschluss erzielen kann. Bei beiden Fonds liegt die Mindestbeteiligung bei 15.000 Euro plus 5 Prozent Agio.

Für die zweite Jahreshälfte plant Fondshaus Hamburg ein Beteiligungsangebot, das in deutsche Hotels investiert. Außerdem schaut die Tochter der Ahrenkiel-Reederei ganz weit nach Osten. Die Renditen für Immobilien in Tschechien, Ungarn und Polen sind nicht mehr interessant“, konstatiert Kunath. Sie nimmt fernere Ziele in den Blick: Russland, Ukraine, Kroatien oder die Türkei.