Zweiter Finanzverband lehnt Gesetzentwurf des Finanzministeriums ab
Skeptisch sieht der Verband auch die Ankündigung der Bafin, die Prospekte des grauen Kapitalmarkts zukünftig nicht nur auf Vollständigkeit, sondern auch auf deren Inhalt zu prüfen. Diese sogenannte Kohärenzprüfung sei unsinnig, meint Rechtsanwalt Norman Wirth, geschäftsführender Vorstand des AfW.
Er würde es zwar begrüßen, wenn mit der inhaltlichen Prüfung eine entsprechende Haftung der Bafin einhergehen würde, „was wiederum die unsägliche Haftung der Vermittler im Rahmen ihrer eigenen Plausibilitätsprüfungspflicht beenden könnte“. Ohne Haftungsübernahme ergebe die Prüfung aber keinen Sinn. „Dann könnte das auch der TÜV, Stiftung Warentest oder sonst wer machen, welche bislang bekanntermaßen für ihre Einschätzungen auch nicht die Verantwortung übernehmen.“ so Wirth. Gestern hat sich bereits der Verband Geschlossene Fonds (VGF) gegen den Gesetzentwurf des Finanzministeriums ausgesprochen.
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