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BMW-Welt in München: Der Autobauer kürzte im zweiten Quartal seine Dividendenzahlungen. | © Getty Images Foto: Getty Images

Zweites Quartal 2019

Globale Dividenden erreichen erneut Rekordhoch

Im zweiten Quartal 2019 haben Unternehmen so viel Dividende gezahlt wie nie zuvor: Anleger erhielten global über 513,8 Milliarden US-Dollar – rund 463,1 Milliarden Euro – Dividendenausschüttungen. Das hat das Fondshaus Janus Henderson Investors in seinem "Global Dividend Index" festgestellt. Die Wachstumsrate war jedoch wegen des starken US-Dollars die niedrigste seit über zwei Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Dividenden unbereinigt, also mit Währungsbewegungen, Sonderdividenden und anderen Faktoren, nur um 1,1 Prozent. Auf bereinigter Basis beträgt das Plus 4,6 Prozent.

In Japan, Kanada, Frankreich und Indonesien erreichten die Dividendenzahlungen im zweiten Quartal neue Höchststände. Das stärkste Wachstum verzeichneten jedoch Schwellenländer, allen voran Russland und Kolumbien. Unter den Industrieländern war Japan der Spitzenreiter. Die übrigen Staaten der asiatisch-pazifischen Region lagen ebenso wie Europa – das Vereinigte Königreich ausgeschlossen – unter dem globalen Durchschnitt.

In Europa fielen die Dividenden gegenüber dem Vorjahr auf unbereinigter Basis um 5,3 Prozent, was vor allem auf den schwachen Euro zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis legten die Dividenden in Europa um lediglich 2,6 Prozent zu, womit der Kontinent im zweiten Quartal mit Abstand das Schlusslicht unter den Regionen war.

In Deutschland schütteten Unternehmen im zweiten Quartal 38,5 Milliarden Euro Dividenden aus. Das sind 10,7 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Grund für den Rückgang ist der schwache Euro. Zudem erhielten Aktionäre weniger Sonderdividenden. In den USA stiegen die Dividendenausschüttungen im Finanz- und Energiesektor am kräftigsten, während der Technologiesektor zurückfiel.

Der Janus Henderson Global Dividend Index zeigt quartalsweise die Entwicklungen am globalen Dividendenmarkt, gemessen in US-Dollar. Grundlage sind die Ausschüttungen der nach Marktkapitalisierung 1.200 weltweit größten Unternehmen. Als Basiswert nimmt Janus Henderson Investors das Jahr 2009, dem der Indexwert 100 zugewiesen wurde.

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